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Brauerei-Streik: Beschäftigte drehen erneut den Hahn zu

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In Sachsen könnte in den nächsten Tagen das Bier knapp werden. Mehrere Brauereien sind seit Donnerstag erneut zum Streik aufgerufen.

Die Gewerkschaft verzeichnete am ersten Tag eigenen Angaben zufolge eine große Beteiligung. Bei Radeberger, Freiberger, Sternburg und Krostitzer sei die Bierproduktion größtenteils gestoppt worden, auch die Auslieferung ist betroffen. Die Beschäftigten fordern sieben Prozent mehr Lohn. Sie beklagen, dass sie 30 Jahre nach der Wende noch immer 4.000 Euro im Jahr weniger verdienen als ihre Kollegen im Westen.

Der Streik soll auch übers Wochenende andauern. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten will damit den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Die Brau-Unternehmen haben bisher kein Angebot vorgelegt. 

Nächster Verhandlungstermin ist der 14. August. Schon der letzte nur vierstündige Streik in Sachsen am 27. Juni hat die Produktion und Lieferfähigkeit der Brauereien an Gaststätten und den Einzelhandel beeinträchtigt.