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Brand in der Nordstraße: Opfer als Brandstifter unter Verdacht

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In Chemnitz hat am Dienstagabend ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus an der Nordstraße für einen größeren Einsatz gesorgt. Der Brand brach kurz vor 20.30 Uhr in einer Erdgeschosswohnung aus. Als die ersten Polizisten eintrafen, drang bereits dichter Rauch aus der Wohnung. Auf dem Balkon stand der 46-jährige Mieter. Die Beamten retteten ihn, versorgten ihn zunächst und übergaben ihn dann an den Rettungsdienst. Er kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

44 Bewohner in Sicherheit gebracht

Gemeinsam mit der Feuerwehr räumte die Polizei das Haus. Insgesamt 44 Bewohner wurden unverletzt in Sicherheit gebracht. Während der Löscharbeiten kamen sie vorübergehend in einem bereitgestellten Linienbus der CVAG unter. Die Nordstraße war während des Einsatzes voll gesperrt. Im Einsatz waren neben der Feuerwehr auch die Freiwillige Feuerwehr Glösa, Rettungsdienst, Notarzt und Polizei. Ein Feuerwehrmann verletzte sich dabei an der Hand.

Wohnung brannte aus

Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen. Die betroffene Wohnung brannte dennoch aus. Die übrigen Hausbewohner konnten noch in der Nacht in ihre Wohnungen zurückkehren. Vor Ort ergaben sich laut Polizei konkrete Hinweise darauf, dass der 46-jährige deutsche Mieter das Feuer mutwillig gelegt haben könnte. Nach der medizinischen Versorgung nahmen Polizisten ihn zunächst vorläufig fest und brachten ihn in Gewahrsam. Die Staatsanwaltschaft hob die Festnahme später auf. Der Mann befindet sich inzwischen wegen seines psychischen Zustands in einer Fachklinik. Angaben zur Höhe des Sachschadens liegen derzeit noch nicht vor.