Blitzer-Einnahmen: Chemnitz im Klub der Millionäre
Chemnitz ist vorne mit dabei – zumindest laut einer neuen Statistik der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV). Rund 7,3 Millionen Euro nahm die Stadt im vergangenen Jahr durch Geschwindigkeits- und Rotlichtverstöße sowie Parkvergehen ein. Damit liegt Chemnitz vor Erfurt (5,6 Mio.) und Rostock (3,4 Mio.) und zählt zu den ostdeutschen „Blitzermillionären“.
Dresden und Leipzig fehlen auf der Liste
Doch der Spitzenplatz bekommt Risse. Denn Dresden und Leipzig tauchen in der DAV-Umfrage gar nicht auf. Offiziell haben sie keine Zahlen geliefert – doch eine separate Recherche bringt Licht ins Dunkel: In Dresden flossen im gleichen Zeitraum fast 14 Millionen Euro in die Stadtkasse. Leipzig legt noch eine Schippe drauf: über 19 Millionen Euro durch Blitzer.
Noch weitere Absagen
Die Umfrage des DAV erfasste 41 Städte in Deutschland. Insgesamt wurden dabei 153 Millionen Euro aus Blitzereinnahmen ermittelt – allesamt aus Rotlicht- und Tempoverstößen. 25 Städte knackten 2024 die Millionengrenze. Doch nicht alle wollten mitmachen: 19 Städte sagten ab, 12 weitere wollten ihre Daten nicht veröffentlicht sehen.
Hamburg, die Hauptstadt der Blitzer
Den Vogel schießt übrigens Hamburg ab: Mit über 47 Millionen Euro Einnahmen durch 40 stationäre und 26 mobile Blitzer liegt die Hansestadt bundesweit ganz vorn.