Blitzer-Bilanz: Raser und ein Kettensägen-Dodge
Freitagmorgen, 7 Uhr. Während viele Chemnitzer noch ihren ersten Kaffee trinken, beginnt für sechs Kontrollteams ein anderer Tagesstart: Radarpistole statt Kaffeetasse. Zwischen 7 und 13 Uhr überwachen Polizei und Ordnungsamt den Verkehr in Chemnitz. Ihr Ziel: Temposünder, vor allem dort, wo es besonders wehtut – vor Schulen und Kindergärten.
Schwerpunkt auf Schulwegen
Die Einsatzkräfte beziehen Stellung vor Grundschulen in Borna, Wittgensdorf und Rabenstein, am Gymnasium Einsiedel und an einer Kita in der Hohensteiner Straße. Auch an klassischen Durchgangsstraßen wie der Salzstraße, dem Steinweg und der Wolgograder Allee wird geblitzt. Insgesamt durchlaufen 5.978 Fahrzeuge das Raster der Kontrolle. 168 sehen das Schild: Stopp! Polizei. Die Folgen: 119 Verwarnungen und 15 Bußgeldbescheide.
24 km/h zu schnell – zweimal
Zwei Fahrer liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den unrühmlichen Titel des „Spitzenreiters“: Einer rauscht im Steinweg 24 km/h zu schnell durch die 30er-Zone. Ein anderer schafft dieselbe Differenz auf der Wolgograder Allee, wo 50 km/h erlaubt sind. Doch nicht nur zu schnelles Fahren fällt auf: Die Polizei dokumentiert auch Verstöße gegen Gurt- und Handyregeln sowie fehlende Fahrzeugpapiere.
Ein Dodge, zu laut für Chemnitz
Besonderes Aufsehen erregt ein Dodge Magnum. Die Beamten messen 111 Dezibel Auspufflärm. So laut ist eine Kettensägen in einem Meter Abstand! Erlaubt wären 83. Die Anlage ist nicht genehmigt, die Weiterfahrt wird untersagt. Der Wagen wird zur Prüfstelle eskortiert.