Betrug mit Lexika: Rentnerin zahlte mehrere 10.000 Euro
Eine 21-jährige Frau wurde am Dienstagnachmittag (28. Januar 2025) in einer Wohnung in Chemnitz-Gablenz vorläufig festgenommen. Ihr wird Betrug mit historisch aussehenden Lexika (Faksimile-Lexika) vorgeworfen. Das Opfer: Eine Seniorin, die mehrere 10.000 Euro zahlte.
Der Fall im Detail
Am Montag erstattete eine Rentnerin Anzeige bei der Polizei. Sie berichtete, seit Jahren teure Lexika von einer Firma gekauft zu haben, die mit Büchersammlungen handelt. Dabei zahlte sie hohe Provisionen. Jetzt erschien eine Vertreterin der Firma erneut bei der Seniorin. Sie behauptete, einen Käufer für die Sammlung gefunden zu haben, jedoch seien dafür weitere Provisions- und Kautionszahlungen nötig. Die Seniorin schöpfte zwar Verdacht, zahlte aber zunächst erneut Geld an die Frau und informierte erst dann die Polizei. Nicht ohne einen neuen Termin mit der Dame zu vereinbaren...
Festnahme in der Wohnung
Als die mutmaßliche Betrügerin am Dienstag erneut in der Wohnung der Seniorin in der Carl-von-Ossietzky-Straße auftauchte, griff die Kripo ein und nahm die 21-Jährige vorläufig fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde sie auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Chemnitz wieder entlassen.
Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche „Faksimile“
+ Werden Sie misstrauisch bei den Schlagwörtern „Wertsteigerung Ihrer Büchersammlung“, „Ihnen fehlt noch ein einziges Werk zur Vollständigkeit“ oder „Bücher sind in wenigen Jahren mehrere tausend Euro wert“!
+ Erkundigen Sie sich ggf. bei Bibliotheken, Angehörigen oder im Internet über die Bücherreihe, bevor Sie einen Kauf abschließen wollen!
+ Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, unterschreiben Sie nichts überstürzt!
+ Kontaktieren Sie im Zweifel Bekannte, Angehörige und die Polizei!