- Ein Ausblick, der einem erspart bleiben sollte. Außer am 8. November. Da ist Tag der offenen Tür im Chemnitzer Frauengefängnis.
Besuchen Sie Zschäpe doch mal zu Hause
Wie sieht es hinter Gefängnismauern aus? Wie verbringen die Frauen ihren Tag? Welche Freizeitangebote gibt es? Und wie arbeitet die neue, 8,5 Millionen Euro teure Gefängnisküche?
Antworten auf viele Fragen zum Gefängnisalltag gibt es am 8. November in der JVA Chemnitz. Der zentrale Frauenvollzug für Sachsen und Thüringen öffnet seine Türen. Hier verbüßt auch die wegen der NSU-Morde verurteilte Beate Zschäpe ihre lebenslange Haftstrafe.
Ein Blick hinter die Gefängnismauern
Unter dem Motto „Wissenswertes hinter Gittern“ führt die JVA Besucher durch die Anstalt. Sie erfahren, wie Gefangene im geschlossenen und offenen Vollzug untergebracht sind und wie ihr Alltag aussieht.
Auch die Arbeits- und Freizeitmöglichkeiten werden vorgestellt. Dazu gehören Sport, Theater, Chor, Töpfern und verschiedene Kreativkurse. Außerdem erfahren Besucher, welche Behandlungsangebote es gibt. Zuletzt hatte der Freistaat die Gefängnisküche für rund 8,5 Millionen Euro erneuert. Seit August wird dort auf mehr als 500 Quadratmetern wieder gekocht. Neue Geräte, Kühlzellen und eine veränderte Raumaufteilung gehören dazu.
Anmeldung bis 29. Oktober
Während der Rundgänge beantworten Mitarbeiter Fragen zum Gefängnisalltag. Außerdem informieren sie über die Ausbildung und Arbeit im Justizvollzugsdienst. Der erste Einlass beginnt um 9.30 Uhr, der letzte um 13.30 Uhr. Wer dabei sein möchte, muss sich bis zum 29. Oktober unter 0371 5295-287 anmelden. Das geht montags bis donnerstags zwischen 9 und 11 Uhr sowie 12.30 und 14.30 Uhr, freitags zwischen 9 und 11 Uhr.
Handy und Taschen bleiben draußen
Besucher brauchen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Jugendliche dürfen ab 16 Jahren mit einem Erwachsenen hinein. Handys, Kameras, Taschen, Waffen, andere gefährliche Gegenstände und berauschende Mittel sind verboten. Der Rundgang ist nicht barrierefrei. Parkplätze sind knapp, deshalb empfiehlt die JVA öffentliche Verkehrsmittel. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es im Umfeld.
Zum Abschluss können Besucher kleine Gegenstände kaufen, die Gefangene in der Arbeitstherapie hergestellt haben. Dafür bitte Bargeld mitbringen.
