Bergparade läutet Adventszeit ein
Mit der traditionellen Bergparade wird am Samstag die Adventszeit in Chemnitz eingeläutet. Ab 14 Uhr marschieren mehr als 1.000 Trachtenträger und Bergmusiker durch die Innenstadt. Parallel dazu verwandelt sich die Stadthalle wieder in ein Weihnachtsland der besonderen Art. Bei den Tagen der erzgebirgischen Folklore präsentieren Handwerker aus der Region ihr Können und lassen sich bei Vorführungen über die Schulter schauen. Im vergangenen Jahr verfolgten rund 10.000 Schaulustige die Bergparade vom Straßenrand aus. Mit den in Sachsen beheimateten Bergparaden und Aufzügen huldigten die Bergleute einst bei besonderen Anlässen dem Landesherrn oder hohen Gästen. Inzwischen sind sie vor allem Teil des weihnachtlichen Brauchtums im Erzgebirge. Sie erinnern an die dortige 800-jährige Bergbau-Tradition und sind eine beliebte Touristenattraktion. Die Parade am Samstag vor dem ersten Advent in Chemnitz ist traditionell der Saisonauftakt für die Bergparaden zur Weihnachtszeit im Erzgebirge. In diesem Jahr stehen elf dieser Aufmärsche unter Federführung des Landesverbandes auf dem Programm. Alljährlicher Höhepunkt ist die Große Abschlussparade in der alten Bergstadt Annaberg-Buchholz am vierten Advent, bei der oft auch Trachtenträger aus anderen Bundesländern wie dem Saarland, Thüringen, Sachsen-Anhalt oder der Tschechischen Republik teilnehmen. Neben den großen Paraden stehen bis Jahresende weitere 16 Bergaufzüge, Mettenschichten, Bergvesper oder weihnachtliche Konzerte auf dem Plan. In dem Landesverband sind 64 Traditionsvereine mit rund 3200 Mitgliedern aus allen sächsischen Bergbauregionen vertreten. Im Oktober feierte der Verband in Marienberg die Gründung vor 25 Jahren. Die Zahl der Paraden habe seither deutlich zugenommen, hieß es. Sie seien für das Erzgebirge zu einem Wirtschaftsfaktor geworden.