Befehl aus Brüssel: Killt den Riesenbärenklau
Er sieht beeindruckend aus, ist aber alles andere als harmlos: Der Riesenbärenklau wächst bis zu vier Meter hoch, bildet zehntausende Samen und stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. In Chemnitz breitet er sich inzwischen unkontrolliert aus – zum Ärger des Umweltamts.
Schön, aber gefährlich
Die Pflanze ist nicht nur ein Problem für die heimische Flora. Ihr Pflanzensaft kann bei Kontakt mit Sonnenlicht schwere Hautreaktionen verursachen – vor allem Kinder sind gefährdet. Die Kombination aus schneller Ausbreitung und Gesundheitsrisiko macht den Riesenbärenklau zu einem ernsten Thema.
Typisch Bärenklau
Erkennbar ist er an seinen riesigen, stark eingeschnittenen Blättern, die teils über einen Meter breit sind. Jede Spitze läuft markant aus, der scharf-würzige Geruch bleibt im Gedächtnis. Wer so eine Pflanze entdeckt, sollte sie auf keinen Fall anfassen.
Melden – so geht’s
Das Umweltamt Chemnitz bittet alle Bürger um Unterstützung. Funde des Riesenbärenklaus können per E-Mail an umweltamt.naturschutz@stadt-chemnitz.de gemeldet werden – idealerweise mit Angabe von Standort, Pflanzenanzahl und einem Foto. Telefonisch ist die Behörde unter 0371 488-3602, -3603 oder über die Nummer 115 erreichbar.
Was passiert dann?
Grundstückseigentümer sind laut EU-Verordnung verpflichtet, die Pflanze zu entfernen. Das Umweltamt informiert bei bekanntem Befall schriftlich über das weitere Vorgehen. Wichtig: Die Pflanze muss komplett – inklusive Blüten, Samen und Wurzeln – beseitigt werden. Die Entsorgung erfolgt über den Neophytencontainer am Wertstoffhof Weißer Weg.