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Bautzener OB kritisiert Corona-Proteste

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Nach den eskalierten Corona-Protesten in Bautzen hat Oberbürgermeister Alexander Ahrens die Ausschreitungen scharf kritisiert. Es dürfe nicht sein, dass Bautzen wieder Bühne für Kräfte wird, die Gewalt und Hass säen. Jeder Teilnehmer müsse sich jetzt fragen, mit wem er da mitmarschiert und wem er mit der Anmeldung eine Bühne biete – so der OB.

„Die massive Anfeindung und Gewalt gegenüber der Polizei und die Bilanz des Abends mit zahlreichen beschädigten Autos und insgesamt 11 verletzten Polizisten empört mich zutiefst. [...] Ich fordere die Anmelder der friedlichen Demos auf, sich sofort von den gewaltbereiten Rechtsextremisten zu distanzieren und von weiteren Demo-Anmeldungen abzusehen.Leider haben die Anmelder der Demonstrationen in den vergangenen Wochen unter Beweis gestellt, dass sie Kräfte anziehen, die sie nicht bändigen können. Damit sollte doch nunmehr das Ende jedweder Kooperation oder jedweden Verständnisses erreicht sein. Das zuständige Ordnungsamt im Landratsamt Bautzen muss handeln und die Demos zukünftig verbieten.“ - erklärt Ahrens weiter.

Die übergroße Mehrheit der Bautzener Gesellschaft würde anders denken und handeln. Um ein Zeichen zu setzen, werde die Stadt jeden Montag die Beleuchtung in der Innenstadt abschalten. So soll an die Vielzahl der Corona-Todesopfer in der Region erinnert werden.

Bei Corona-Protesten kam es in Bautzen am Montagabend zu schweren Ausschreitungen. Einsatzkräfte wurden von Teilnehmern „massiv“ mit Pyrotechnik und Glasflaschen angegriffen. Daraufhin setzten die Polizisten Reizgas und Schlagstöcke ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Knapp 200 Teilnehmer konnten gestoppt werden – ihre Identitäten wurden aufgenommen.