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Baumängel an neuer Schwimmhalle entdeckt

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In der frischsanierten Schwimmhalle Gablenz müssen schon wieder die Bauarbeiter ran. Die Stadt hat die damals beauftragten Firmen zur Garantieleistung herangezogen, weil sie gravierende Mängel festgestellt hat. Wie uns eine Rathaussprecherin sagte, muss unter anderem am Dach und bei den Fliesen nachgebessert werden. Auf dem Dach würden sich immer wieder Pfützen bilden, was eigentlich nicht sein dürfte. Bei den Fliesen muss bei den Dehnungsfugen nachgearbeitet werden. Auch die Einströmdüsen am Edelstahlbecken müssen nachjustiert werden. Die Arbeiten sind für die Sommerferien geplant, weil dazu auch das Wasser abgelassen werden muss. In der Schließzeit erfolgen dann auch die planmäßigen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Schwimmhalle. Das 1984 gebaute Bad war für 5,4 Millionen Euro umfassend saniert und im April 2018 wiedereröffnet worden. Dabei musste der Stadtrat nochmal rund 700.000 Euro zusätzlich locker machen. Hintergrund waren die enorm gestiegenen Kosten, die durch Baupfusch entstanden waren. Für die Badsanierung waren ursprünglich rund drei Millionen Euro eingeplant. Schon bei der Eröffnung im April letzten Jahres hatte die Stadt angekündigt, die verantwortlichen Firmen für ihre Fehlleistungen zur Kasse zu bitten. Alle Mängel wurden dokumentiert. Das größte Problem war schon damals das Dach, das nicht richtig abgedichtet wurde. Dadurch regnete es während der Bauarbeiten mehrere Monate in die Halle hinein. Die Wände wurden dabei so durchnässt, dass der bereits aufgebrachte Putz wieder abgehackt und erneuert werden musste. Die Stadt sprach in diesem Zusammenhang von "massiven Wassereinbrüchen". Weil die Dämmung fehlte, bildete sich in den Umkleidekabinen außerdem überall Schimmel, der aufwendig entfernt werden musste. Die Baustelle musste deshalb sechs Wochen lang gesperrt werden.