Bauern demonstrieren in Chemnitz
Bauern wollen am Dienstag in Chemnitz für mehr Mitspracherecht bei der Agrarpolitik protestieren. Die Landwirte beteiligen sich mit Sternfahrten an dem bundesweiten Protest. Wie es von den Organisatoren hieß, treffen sich die Bauern zu einer Kundgebung an der Johanniskirche. Rund 200 Traktoren werden erwartet. Deshalb kann es im Tagesverlauf im Verkehr zu Behinderungen kommen. In Sachsen sind auch in den Innenstädten von Leipzig und Görlitz Aktionen geplant.
Hintergrund des Protestes ist, dass die Bauern durch die aktuelle Umwelt-, Landwirtschafts- und Handelspolitik die regionale Lebensmittelproduktion und ihre Existenz in Gefahr sehen. Die Bauern wollen mit ihrem Motto „Land schafft Verbindung“ eine Verbesserung des Miteinanders bei gesellschaftlich wichtigen Themen, wie Tierwohl, Insektenschutz und Lebensmittelsicherheit erreichen.
Ihren Anfang nahm die Protestbewegung mit grünen Kreuzen, die viele Landwirte bundesweit als Zeichen ihrer Existenzängste auf Feldern und Wiesen aufstellen. Auch in Sachsen gab es diese Form des Protests: Im Landkreis Zwickauer Land wurden die Kreuze Ende September auf mehreren Feldern errichtet.
„Da dieser stille Protest ignoriert wurde, gehen wir jetzt auf die Straße“, erklärte Georg Stiegler vom Organisationsteam. Das Besondere an den Demos am Dienstag sei, dass diese von der Basis getragen werden: „Das letzte Mal gingen die Bauern vor 500 Jahren auf die Straße“. (mit dpa)