„BASF Schwarzheide ist Leuchtturm“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Investitionen bei BASF in Schwarzheide als Beispiel für eine erfolgreiche Transformation in der Lausitz bezeichnet. Dieser Prozess sei in der Region mit den Händen zu greifen. Steinmeier informierte sich heute über den Bau des Kathodenfabrik auf dem Werksgelände. Er bezeichnete den Standort als industriellen Leuchtturm in Ostdeutschland.
Ab Sommer 2022 will die BASF in Schwarzheide Materialien für Batterien herstellen, und zwar für 400.000 Elektroautos im Jahr. Zusammen mit einer Anlage zur Batterienzerlegung und Wiederverwertung der Materialien soll am Standort die Wertschöpfungskette geschlossen und gleichzeitig der CO2-Fußabdruck der Kathodenmaterialien um insgesamt bis zu 60 Prozent im Vergleich zum Industriestandard reduziert werden.
Investitionen in nachhaltige Zukunftstechnologien seien aber abhängig von einem wettbewerbsfähigen Strompreis von 4 bis 4,5 Cent pro Kilowattstunde, so BASF-Vorstandsmitglied Melanie Maas-Brunner. „Hier ist Politik gefordert.“.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sprach sich für eine dezentrale Versorgung mit erneuerbaren Energien aus. Betreibern von Windparks oder Photovoltaikanlagen müsse es erlaubt werden, direkte Verträge mit Unternehmen in der Region zu schließen. „Das ist unser Thema nicht nur in Schwarzheide, sondern auch in Grünheide und an anderen Stellen im Land.“ Woidke hält den „sehr schleppenden Bau von Übertragungsnetzen in Deutschland“ für gescheitert. „Wir müssen den Menschen vor Ort zeigen können, dass sie Vorteile von der Nutzung erneuerbarer Energieträger haben.“
Am BASF-Standort Schweizheide sind rund 2.000 Beschäftigte tätig. Zu den größten Kunden des Unternehmens gehört die Automobilindustrie.