Bahnstreik legt Zugverkehr in Chemnitz lahm
Der Streik der Lokführer hat auch den Bahnverkehr auf dem Chemnitzer Hauptbahnhof zum Erliegen gebracht. Viele Verbindungen wurden gestrichen, betroffen sind unter anderem die Linien nach Zwickau, Nürnberg, Dresden und Leipzig. Auch die private Erzgebirgsbahn streikt: betroffen sind die Strecken Chemnitz-Olbernhau, Chemnitz-Aue sowie Johanngeorgenstadt-Zwickau. Geplant ist ein Ausstand über drei Stunden bis 11.30 Uhr, er ist damit eine Stunde länger als vor drei Tagen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer will mit den Aktionen ein besseres Angebot der Arbeitgeber erzwingen und einen flächendeckenden Tarifvertrag durchsetzen. Man habe mit dem Startbeginn um 08.30 Uhr Rücksicht auf die Pendler genommen, sagte GDL-Chef Claus Weselsky. "Wer das also seit gestern Abend 18.00 Uhr weiß, konnte sich heute früh drauf einstellen." Der Streik werde aber Auswirkungen bis zum Abend haben und damit den Rückreiseverkehr für Wochenendpendler tangieren. In dem Tarifkonflikt kämpft die GDL neben einer Entgelterhöhung vor allem für einen flächendeckenden Tarifstandard auf dem hohen Niveau der Deutschen Bahn. Davon würden die Lokführer bei der DB-Konkurrenz profitieren. Die DB nennt den Arbeitskampf überzogen und kritisiert, dass die GDL ein Spiel auf dem Rücken der Kunden treibt.