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Bahnnetz in der Oberlausitz bleibt fünftes Rad am Wagen

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Die Oberlausitz ist wieder Schlusslicht. Nur zwei Bahnlinien sind in die engere Wahl für eine mögliche Wiederinbetriebnahme gekommen. Dabei handelt es sich um die Strecken Löbau-Ebersbach und Kamenz-Hosena. Sie sollen nun weiter untersucht werden. Die anderen vier Bahnlinien befinden sich in anderen Regionen Sachsens (Döbeln – Meißen – Nossen, Marienberg – Pockau-Lengefeld, Beucha – Brandis, Brandis – Trebsen).

Das Wirtschaftsministerium hatte insgesamt 21 stillgelegte Strecken im Freistaat untersuchen lassen. Die Strecken Seifhennersdorf-Eibau, Oberorderwitz-Niedercunnersdorf, Horka-Rothenburg, Neukirch/West-Neustadt und Bautzen-Wilthen fielen durch das Raster.  

Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Keine einzige Bahnstrecke ist damals von der kommunalen Ebene abbestellt worden, weil zu viele Fahrgäste in den Zügen saßen. Dies waren damals wirtschaftliche Entscheidungen der zuständigen Zweckverbände, welche den SPNV in Sachsen verantworten. Den Wunsch, Strecken zu aktivieren, hören wir von verschiedenen Seiten. Nur, allein der Grund, dass es schön sei, wenn eine Eisenbahn wieder durchs Land rollt – allein dieser Grund reicht noch nicht für eine Streckenaktivierung aus. Wir benötigen auch und vor allem die ausreichende Anzahl an Fahrgästen!“.