Entwarnung nach Bombenfund in Königshain bei Görlitz

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Entwarnung nach dem Fund einer Phosphorbombe in Königshain bei Görlitz. Die Einwohner können wieder zurück in ihre Häuser. Der Kampfmitteldienst sicherte am Nachmittag das Geschoss und transportierte es ab.  Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg brauchte  nicht vor Ort entschärft zu werden. "Aktuell wird die Fundstelle durch einen Umweltdienstleister großflächig gereinigt", teilte die Kreisverwaltung mit. Die Dorfstraße bleibt deshalb weiter gesperrt. 

Ein Baggerfahrer war heute Morgen bei Bauarbeiten am Dorfbach auf den 50 Kilogramm Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Durch die Baggerschaufel wurde das Geschoss beschädigt.   Phosphor trat aus und geriet in Brand. Drei Bauarbeiter atmeten den Rauch ein. Sie wurden untersucht. Bewohner wurden in Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.  85 Einsatzkräfte waren an den Fundort geeilt.

 Phosphor gilt als  sehr reaktionsfähig. Es kann sich schon bei Zimmertemperatur von selbst entzünden. Charakteristisch ist  eine gelblich-weiße Flamme. Damit verbunden ist eine starke Wärmeentwicklung. Brennendes Phosphor kann nur mit Sand oder besonderen Löschmitteln erstickt werden, nicht aber mit Wasser.

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Reporter Matthias Zilch