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Bär im Tierpark an Tumor gestorben

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Traurige Nachricht aus dem Chemnitzer Tierpark: Lippen­bärin Bhima ist verstorben. Bhima wurde 1993 in Leipzig geboren und lebte seit 2007 im Chemnitzer Tierpark. Bei einer Unter­su­chung im Jahr 2011 hatte sich gezeigt, dass die Bärin an einer chroni­schen Magen- und Darment­zün­dung litt, die vermut­lich immuno­lo­gi­sche bzw. aller­gi­sche Ursachen hatte. Seitdem wurde sie deshalb mit Medika­menten zur Appetit­an­re­gung und Entzün­dungs­hem­mung behan­delt und die Symptome besserten sich zunächst deutlich: Bhima fraß gut und nahm auch zu. Seit März dieses Jahres aber verwei­gerte Bhima zuneh­mend ihr Futter und zog sich auch immer öfter in ihr Innen­ge­hege zurück. In Sorge um die auffal­lend ruhige Bärin Bhima und um die Ursache für ihr Befinden abzuklären, wurde durch die Zoofach­leute entschieden, die Bärin mit Röntgen, Ultra­schall und einer Blutprobe unter Narkose zu unter­su­chen. Die am vergan­genen Dienstag angesetzte Unter­su­chung konnte, so Tierärztin Dr. Peggy Riedel, aller­dings nicht durch­ge­führt werden, da die Narkose die Bärin nicht ausrei­chend zum Schlafen brachte. Die kranke Bärin Bhima verstarb in der darauf folgenden Nacht. Ursache für das schlechte Allge­mein­be­finden des Tieres in den letzten Tagen und für die Narko­se­kom­pli­ka­tionen war laut Patho­lo­gie­be­fund ein bösar­tiger Tumor in der Bauch­höhle. Wildtiere, so wissen die Fachleute, zeigen leider erst am Ende ihrer Erkran­kung deutlich Symptome. Ein Tumor wächst zudem ohne sicht­bare klini­sche Anzei­chen im Anfangs­sta­dium, bis er eine Größe erreicht, bei der er dann lebens­wich­tige Organe verdrängt oder in ihrer Funktion maßgeb­lich beein­träch­tigt. Eine Opera­tion ist in diesem Stadium der Erkran­kung leider nicht möglich. Derzeit, so Tierpark­chefin Dube, lebt im Tierpark Chemnitz nur noch Bären­mann Bodo, der sich das Gehege mit fünf Bären­ma­kaken teilt. Da Lippen­bären Einzel­gänger sind, ist das vorerst kein Problem.