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Auftragsmörder im Darknet gebucht - Anklage gegen Dresdnerin

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Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen eine 41-jährige Deutsche Anklage wegen versuchter Anstiftung zum Mord erhoben. Sie soll im Februar 2021 von ihrer Wohnung in Dresden auf einer Darknet-Seite des Internets, die Tötung der neuen Lebensgefährtin ihres getrenntlebenden Ehemanns – einer 23-jährigen Deutschen – beauftragt zu haben.

Die bislang unbekannten Betreiber der Darknet-Seite bestätigten den Auftrag und teilten der Beschuldigten die Höhe des Entgelts mit. Im Zuge weiterer Vertragsverhandlungen einigte man sich auf die Zahlung von 0,2 Bitcoin, die die Beschuldigte Ende Februar 2021 an die Betreiber der Darknet-Seite transferiert haben soll. Weiterhin soll die Beschuldigte konkrete Informationen zur sicheren Identifizierung der zu tötenden 23-Jährigen an die Betreiber der Darknet-Seite übermittelt haben.

Journalisten waren bei Recherchen aufmerksam geworden und hatten die Behörden informiert.  Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Dresdnerin aus Eifersucht, Neid und Wut auf die neue Lebensgefährtin handelte. Zur Ausführung der Tat kam es bislang nicht.

Die Beschuldigte wurde Ende Februar vorläufig festgenommen. Einen Tag später wurde Haftbefehl erlassen. Seitdem sitzt die nicht vorbestrafte Frau in Untersuchungshaft.