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Aufsichtsratswahl des Chemnitzer FC gescheitert

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Dem Chemnitzer FC droht nach einer turbulenten Mitgliederversammlung das komplette Chaos. Die Wahl eines neuen Aufsichtsrates ist gescheitert - der Abend endete mit heftigen Wortgefechten. Zwar wurden vier Kandidaten für das Kontrollgremium gewählt: Anette Neuerburg, Norman Löster, Timo Kermer sowie Knut Müller. Notwendig wären aber fünf.

Das Zünglein an der Waage war der Unternehmer und CFC-Gesellschafter Olaf Pönisch, der seine Kandidatur überraschend zurückzog, weil die Wahl im Block keine Mehrheit fand. „Ich habe gesagt, ich stehe nur für die Listenwahl zur Verfügung“, sagte Pönisch. Die Unternehmerinnen Doreen Pfeifer und Katrin Johst waren zuvor von den Mitgliedern abgelehnt worden. Danach wurde die Stimmung auf der Messe immer gereizter. Es kam zu Wortgefechten, der Versammlungsleiter musste wiederholt zur Ordnung aufrufen. Viele Mitglieder verließen noch vor dem Ende erbost die Versammlung.

Der CFC ist nun führungslos, da auch der Not-Vorstand nicht mehr existiert. Im Mai war dieser durch das Amtsgericht Chemnitz eingesetzt worden. Dem Not-Vorstand gehörten die beiden Juristen Anette Neuerburg und Andreas Georgi sowie Ex-Spieler Frank Sorge an. Neuerburg wollte sich in den neuen Aufsichtsrat wählen lassen, Sorge in den Ehrenrat. Georgi hatte zuvor seinen Rücktritt als Vorstand erklärt.

Insolvenzverwalter Klaus Siemon hatte gefordert, dass die von ihm unterstützte Liste komplett gewählt wird. Andernfalls hatte der Insolvenzverwalter im Vorfeld mit der Einstellung des Insolvenzverfahrens und der Liquidierung des Vereins gedroht. Nun ist völlig offen, wie es mit dem Verein und der unter dem Dach der CFC Fußball GmbH angesiedelten Profi-Mannschaft weitergeht.

Einig waren sich die CFC-Mitglieder bei einer Satzungsänderung. So beschloss die klare Mehrheit, ihre Beiträge dem Verein trotz des laufenden Insolvenzverfahrens zu überweisen. Allerdings sind die Zahlungen zweckgebunden. Sie müssen dem Nachwuchsleistungszentrum zukommen, das vom Insolvenzverwalter freigegeben worden war. Nach Angaben von Ex-Vorstand Georgi verhindere Siemon allerdings noch die Freigabe des Kontos.