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Aufsichtsrat des CFC schmeißt hin

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Der CFC kommt nicht zur Ruhe. Am Donnerstag hat ein Teil des Aufsichtsrates seine Ämter niedergelegt. Vorsitzender Uwe Bauch sowie die beiden Aufsichtsräte Lutz Wienhold und Norman Löster bedauern in einer Erklärung diese Entwicklung zutiefst, sehen für sich aber keine Alternative. Der Aufsichtsrat sei isoliert und in keine Entscheidung mehr einbezogen worden. Das treffe insbesondere auf die umstrittene Trauerbekundung beim Heimspiel gegen Altglienicke zu. Die Aufarbeitung des Geschehens, das dem Verein und der gesamten Stadt massiven Schaden zugefügt habe, sei gänzlich inakzeptabel. Man könne die Vorgänge in der Chemnitzer FC Fußball GmbH nicht stillschweigend akzeptieren und dadurch mittragen, so die Unterzeichner. Hier die Erklärung im Wortlaut:"Hintergrund dieser Entscheidung sind die aktuellen Entwicklungen beim Chemnitzer FC e.V., auf welche durch uns keinerlei Einfluss genommen werden konnte und kann."  "In der Pressekonferenz des Vereins vom 14.03.2019 wurde von den handelnden Personen um Hilfe sowie Unterstützung für die zu bewältigenden Aufgaben gebeten. Tatsächlich erfolgte jedoch die beharrliche Zurückweisung der immer wieder durch den Aufsichtsrat sowie den Vorstandsvorsitzenden erklärten Bereitschaft zum internen Dialog sowie zur Zusammenarbeit, wurden die satzungsgemäß gewählten bzw. bestellten Gremienmitglieder sogar pauschal zu Rücktritten aufgefordert. Dementsprechend wurde der Aufsichtsrat bereits seit Juli 2018 von jeglichen Informationen isoliert und in keine Entscheidung eingebunden. Eine im Interesse des Vereins liegende Zusammenarbeit war und ist demnach nicht möglich, ohne dass dies von uns beeinflusst werden konnte." "Dies trifft konkret auch auf die in der alleinigen Verantwortung des Veranstalters, der Chemnitzer FC Fußball GmbH, liegenden Trauerbekundung bei dem Heimspiel des Chemnitzer FC am 09.03.2019 zu. Weder im Vorfeld, noch im Nachgang hierzu wurde der Aufsichtsrat in die Entscheidung sowie die Aufarbeitung der dem Verein und der gesamten Stadt Chemnitz massiven Schaden zufügenden Ereignisse einbezogen. Gänzlich inakzeptabel ist zudem das Vorgehen bei der erforderlichen Aufarbeitung der Geschehensabläufe." "Die unterzeichnenden Mitglieder des Aufsichtsrates verurteilen ausdrücklich die wiederholte öffentliche Herabwürdigung von Sponsoren des Vereins und möchten diese hierfür ausdrücklich um Entschuldigung bitten." "Ebenso inakzeptabel ist die Nutzung nicht involvierter Gremienmitglieder als Projektionsfläche, um von der eigenen Verantwortlichkeit und dem zu prüfenden Fehlverhalten der handelnden Personen abzulenken. Nicht zu rechtfertigen ist hierbei insbesondere die öffentliche Aufforderung an den Vorstandsvorsitzenden des Vereins, seine Kenntnisse zum Ablauf in der Kurve mitzuteilen. Dies, obwohl die "Abläufe in der Kurve" nach den vorliegenden Erkenntnissen offensichtlich im Einzelnen mit dem Veranstaltungsleiter abgestimmt waren und zudem bekannt war, dass sich der Vorstandsvorsitzende im Unterschied zu den beiden verantwortlichen Geschäftsführern der Chemnitzer FC Fußball GmbH, darunter der Veranstaltungsleiter, nicht im Stadion, sondern im gesamten Zeitraum im Urlaub in Asien aufhielt." "Letztlich wurde dem Aufsichtsratsvorsitzenden am 18.03.2019 mitgeteilt, dass Herr Thomas Uhlig nach wie vor formell im Amt als Vorstand des Vereins sei, es auf Veröffentlichungen hierzu nicht ankomme. Auch dieses Auseinanderfallen von öffentlichen Bekundungen und realisierten Handlungen kann nicht stillschweigend akzeptiert und darüber mitgetragen werden. Dies umso weniger, als gleichzeitig die sofortigen Kündigungen zum Teil langjähriger Mitarbeiter und Unterstützerinnen vollzogen wurden." "Wir möchten ausdrücklich betonen, dass diese Amtsniederlegung keine Abkehr von dem Chemnitzer FC e.V., seinen Mitgliedern und Fans bedeutet. Wie alle, denen dieser Verein tatsächlich am Herzen liegt, bedauern wir diese Entwicklung zutiefst. Vor dem Hintergrund der nur kurz und exemplarisch umrissenen Geschehensabläufe halten wir es jedoch für erforderlich deutlich zu machen, dass wir trotz der Möglichkeiten und Potenziale, welche in den Vereinsgremien und deren Mitgliedern liegen, derzeit keinerlei Möglichkeit der Einflussnahme besitzen. Wir werden dem Fußball in Chemnitz auch weiterhin verbunden bleiben. Selbstverständlich besteht auch weiterhin die Bereitschaft, im Rahmen der anstehenden Mitgliederversammlung Rechenschaft über die Amtszeit des Aufsichtsrates abzulegen."