• Diese drei jungen Männer sollen einen Bekannten brutal misshandelt und getötet haben. Foto © Haertelpress.

Auer Mordprozess: Ein Angeklagter bestreitet Tatbeteiligung

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Zum Auftakt eines Mordprozesses am Landgericht Chemnitz hat einer der drei Angeklagten eine Tatbeteiligung bestritten. Er habe an das Tatgeschehen keine Erinnerung, könne sich aber auch nicht vorstellen, dass er so gehandelt habe, ließ der 26-Jährige am Mittwoch seinen Anwalt erklären.

Wegen Alkohol- und Drogenkonsums könne er sich auch nicht erinnern, am Tatort gewesen zu sein. Staatsanwalt Stephan Butzkies sagte uns nach der Verhandlung, dass für ihn nicht nachvollziehbar sei, dass sich der Angeklagte an ganz konkrete Sachen noch erinnern, an andere Begebenheiten im selben Zeitraum aber nicht.

Die drei Deutschen sind wegen Mordes angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio vor, am 17. April dieses Jahres in Aue einen gemeinsamen Bekannten umgebracht zu haben. Dabei sollen sie gegen den 27-Jährigen in einem Abrissgebäude mit äußerster Brutalität vorgegangen sein. Das Opfer erlitt schwerste Gesichts- und Kopfverletzungen und starb an einer Hirnstammprellung und -zertrümmerung. Die beiden 22 Jahre alten Mitangeklagten schwiegen zu Prozessbeginn.

Bis Februar 2019 sind neun weitere Verhandlungstage vorgesehen. Zum nächsten Prozesstermin am 14. Dezember soll die Beweisaufnahme beginnen.

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Verteidiger Uwe Lang im Interview