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Aue-Fans randalieren in den Toiletten im Gästeblock

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Knapp 15.000 Zuschauer haben am Samstag das Sachsenpokalspiel Chemnitzer FC gegen Erzgebirge Aue im ausverkauften Stadion an der Gellertstraße in Chemnitz verfolgt. Davon waren etwa 1.900 Aue-Fans dabei, die mit Bussen, der Bahn oder dem Auto angereist waren. Die Polizei sicherte die Partie mit rund 550 Einsatzkräften ab. Sieben Ermittlungen wegen fußballtypischen Vorfällen wurden aufgenommen. Darunter Körperverletzungen, Sachbeschädigungen sowie zwei Raub- und ein Staatsschutzdelikt.

Polizei mit Großaufgebot im Einsatz

In der Anreisephase musste die Polizei im Bereich Elisenstraße mehrere Fangruppen trennen. Rund 50 Aue-Fans waren den Beamten kurz zuvor aufgefallen, weil sie teils vermummt unterwegs waren. Insgesamt wurden von knapp 130 Personen beider Lager die Identitäten aufgenommen. Dabei wurden zwei verbotene Schlagringe sichergestellt.

Randaliert und ausgeraubt

Während des Spiels haben Aue-Fans im Gästeblock in den Toiletten randaliert. Danach kam es auf dem Rückweg zum Hauptbahnhof zwischen den Fan-Lagern zu Rangeleien. Dabei wurde ein Polizeibeamter angegriffen. Außerdem wurde nach dem Spiel ein Raub angezeigt. Auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes an der Planitzwiese sollen vier vermummte Chemnitzer Fans zwei Passanten geschlagen und getreten haben. Dabei wurde eines der Opfer beraubt. Die Ermittlungen dazu laufen.

Das Spiel endete mit einem 0:2-Sieg für den Drittligisten Aue. Chemnitz ist damit aus dem Sachsenpokal ausgeschieden.