Asylbewerberheim in Altchemnitz soll Ende des Jahres bezugsfertig sein
Die Stadt hat auf einer Anwohnerversammlung Details zu ihrem neuen Asylbewerberheim an der Annaberger Straße bekannt gegeben. Demnach soll das ehemalige Bürohaus ab Oktober umgebaut und zum Jahreswechsel bezugsfertig sein. Auf vier der insgesamt sieben Etagen will die Stadt 150 Flüchtlinge unterbringen, vorwiegend junge Männer. Im Erdgeschoss der neuen Gemeinschaftsunterkunft sollen Betreuungs- und Beschäftigungsangebote entstehen. Die Betreiber des Heimes, Sozialbürgermeister Philip Rochold und ein Vertreter der Polizei stellten sich den Fragen der Anwohner, die zu der Versammlung in die gegenüberliegende Berufsschule gekommen waren. Dabei sorgte die Einladungspraxis der Stadt für erhebliche Kritik. Mehrere Anwohner beschwerten sich, dass sie keine Einladung bekommen hatten, darunter waren mehrere Häuser in der direkten Nachbarschaft der neuen Unterkunft. Im Podium machte sich daraufhin nur Ratlosigkeit breit. Unter den Anwohnern waren auch viele, die sich um ihre Sicherheit sorgen. Der Betreiber des Hauses verwies auf seine langjährigen Erfahrungen in dem Heim an der Chemnitztalstraße, dort hat es seinen Angaben zufolge noch nie Zwischenfälle gegeben. Um Konflikte zu vermeiden, soll in dem neuen Asylbewerberheim an der Annaberger Straße rund um die Uhr Security präsent sein.