Asyl-Gegner blockieren Zufahrt in Einsiedel
In Einsiedel hat sich die Lage vor der künftigen Asyl-Unterkunft zugespitzt. Am Montagabend versammelten sich mehrere hundert Menschen auf der Zufahrtsstraße zum ehemaligen Pionierlager. Die Fahrbahn wurde zeitweilig mit Lastwagen blockiert. Auslöser waren Gerüchte der Initiative „Nein zum Heim“, wonach am Abend die ersten Flüchtlinge in Einsiedel ankommen sollten. Die Landesdirektion konnte dies nicht bestätigen. Die Polizei hatte sichtlich Mühe, die Lage unter Kontrolle zu bringen, durch Vermittlung von Ortschaftsrat und Ordnungsamt gelang es schließlich, die aufgeheizte Stimmung zu beruhigen. Laut Polizei gab es bis auf die Blockade keine Zwischenfälle. Zu Sondierung der Lage kreiste auch ein Hubschrauber der Bundespolizei über Einsiedel.Das Bündnis „Chemnitz Nazifrei“ hat Sachsens Innenminister Markus Ulbig aufgefordert, schnellstmöglich die künftige Asylunterkunft in Einsiedel zu schützen. Der Stadtteil steuere offensichtlich auf eine Eskalation zu, warnt das Bündnis in einer Mitteilung. Die Stimmung sei inzwischen sehr aggressiv geworden und würde durch Redner und Anhänger von Pegida zusätzlich aufgeheizt. Die Polizei müsse mehr Präsenz in Einsiedel zeigen, sonst würden sich Vorfälle wie in Freital oder Heidenau wiederholen.