Asyl-Behörde zieht in die Innenstadt
Das Sozialamt verlagert seine Asyl-Abteilung direkt in die Innenstadt. Weil die Räume im Technischen Rathaus aus allen Nähten platzen, hat die Behörde die Alte Post hinter dem Gesundheitsamt angemietet. Auf 1.200 Quadratmetern sollen dort Büroflächen entstehen, das ehemalige Restaurant im Erdgeschoss wird zur Wartezone für die Flüchtlinge umgebaut. Ende Mai soll die neue Asyl-Behörde ihren Betrieb aufnehmen. Bis dahin wird das Gebäude entsprechend umgebaut. Der Arbeitsaufwand beim Thema Asyl hat sich nach Angaben aus dem Rathaus in den letzten Monaten nahezu vervierfacht, die Stadt musste mehr Personal einstellen - jetzt reichen auch die Räume nicht mehr aus. Auf der Suche nach einem Standort habe man verschiedene Objekte untersucht, sagte uns Baubürgermeister Michael Stötzer. Die Wahl sei auf die Alte Post gefallen, weil sie in unmittelbarer Nähe der anderen städtischen Verwaltungsgebäude liegt. Das Gesundheitsamt, der Moritzhof und das Bürgerhaus am Wall seien so für die Asylbewerber auf kurzem Weg zu erreichen. Mit dem privaten Eigentümer der Alten Post wurde ein Mietvertrag bis zum 31.12.2020 abgeschlossen. Vorgesehen ist die Anmietung zu einem Preis von 7,50 Euro Kaltmiete und 2,50 Euro Nebenkosten-Vorauszahlung, was eine monatliche Warmmiete von 12.880 Euro ergibt. Darüber hinaus sollen ca. 150 Quadratmeter Wartefläche in einem Nebengebäude angemietet werden. Hierfür sind nach Angaben der Stadt 3,50 Euro Miete und 2,50 Euro Nebenkosten vorgesehen, so dass die Gesamtmiete für den Wartebereich bei ca. 900 Euro im Monat liegen wird.