Archäologiemuseum vertickt Falschgeld
Im Staatlichen Museum für Archäologie in Chemnitz wird ab sofort ganz legal Falschgeld verkauft. Oder ist es doch echt? Man muss schon genau hinschauen, aber das Museum klärt auf: im Museumsshop gibt es seit Donnerstag einen Null-Euro-Schein! Auf dem Souvenirschein aus echtem Geldpapier sind das Museumsgebäude sowie ein Faustkeil abgebildet.
Die ersten Anfragen kamen bereits Wochen bevor die Scheine überhaupt gedruckt wurden. Die erste Bestellung gleich mehrerer Scheine kam aus Frankreich. Auf der Vorderseite ist das Museumsgebäude – das ehemalige Kaufhaus Schocken – sowie der besonders schön gearbeitete, altsteinzeitliche Faustkeil von Sprotta im Landkreis Nordsachsen abgebildet. Das Museum bietet die Null-Euro-Scheine für 2,50 € pro Stück in seinem Museumsshop an. Selbstverständlich kann man die Scheine auch per E-Mail unter info@smac.sachsen.de bestellen.
Die Souvenirscheine werden in einer Gelddruckerei produziert, die auch echte Euroscheine fertigt. Sie verfügen über die typischen Merkmale eines echten Geldscheins: Wasserzeichen, Kupferstreifen, Simultouch, Hologramm, Durchsichtsregister, Sicherheitshintergrund, fluoreszierende unsichtbare Tinte und eine individuelle Seriennummer. Es handelt sich somit um echtes, wenn auch nicht offizielles Geld, mit dem es allerdings wenig Sinn macht zu bezahlen.
Aus Frankreich meldete sich bereits kurz nachdem das Motiv durch das Museum freigegeben worden war eine Sammlergemeinschaft, die laut eigenen Angaben 300 Mitglieder zählt. Sie bestellte Scheine mit ganz bestimmten Seriennummern, aber auch Exemplare mit einem Stempel des Museums. Insbesondere die kleinen Nummern sowie Geburtsjahre sind begehrt. Die Kunde eines neuen Null-Euro-Scheins verbreitete sich schnell, denn bald darauf trudelten auch die ersten Bestellungen aus Deutschland e