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Archäolo­giemuseum feiert ersten Jahrestag

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Mit freiem Eintritt für die Besucher feiert das Archäo­lo­gie­mu­seum in Chemnitz diesen Sonntag den ersten Jahrestag seines Beste­hens. Knapp 92.000 Besucher haben die Ausstel­lung bis jetzt gesehen. „Wir liegen damit deutlich über unseren Erwar­tungen und ein Drittel über dem Soll“, freute sich Museums­di­rek­torin Sabine Wolfram. „Wir sind stolz auf unsere Besucher­zahlen.“ Demnach sind etwa drei Viertel der Gäste aus der Stadt Chemnitz und deren Umgebung, 16 Prozent aus dem übrigen Sachsen, etwa 5 Prozent aus angren­zenden Bundes­län­dern und 4 Prozent aus dem restli­chen Deutsch­land und dem Ausland gekommen. Höhepunkt in diesem Jahr soll die erste Sonder­aus­stel­lung „Salz Berg Werk“ ab 3. Juli zu archäo­lo­gi­schen Funden am Hallstätter See im Salzkam­mergut in Oberös­ter­reich werden. Zudem wird an einer weiteren Ausstel­lung für 2016 zum Thema Geld gearbeitet. Das 1930 eröff­nete und nach Plänen von Erich Mendelsohn (1887-1953) errich­tete ehema­lige Kaufhaus Schocken war von November 2009 an für fast 32 Millionen Euro umgebaut worden. Auf drei Etagen werden mit moderner Ausstel­lungs­technik fast 300 000 Jahre Mensch­heits­ge­schichte erzählt. Auf 3000 Quadrat­me­tern Ausstel­lungs­fläche sind rund 6200 Exponate zu sehen. Die Einrich­tung kostete rund 15 Millionen Euro. Während die erste Etage zur Altstein­zeit mit den Modellen von Tieren, die damals hier gelebt haben, vor allem bei Jüngeren gut ankommt, liebten andere mehr die dritte Etage mit Alltags­ge­gen­ständen aus der Zeit von 800 bis 1800 in einer mehr als 40 Meter langen, gebogenen Vitri­nen­wand, hieß es. Zu der Ausstel­lung gehört auch ein im Museums­foyer hängendes, plasti­sches Landschafts­mo­dell, das zu jeder vollen Stunde durch einen offenen Schacht durch die drei Ausstel­lungs­ebenen des Hauses fährt. Während der etwa zehn Minuten werden Bilder zur kultur­ge­schicht­li­chen Entwick­lung des Landes auf das Modell proji­ziert.