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Experte: Arbeitsmarkt erholt sich bis 2022

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Der Arbeitsmarkt in Sachsen könnte sich bis zum Jahr 2022 erholen und das Niveau vor der Corona-Krise erreichen. Davon geht zumindest der Leiter der Regionaldirektion in Chemnitz, Klaus-Peter Hansen, aus. Im kommenden Jahr werde man sich aus dem „Tal der Tränen“ herausarbeiten, sagte Hansen der Deutschen Presse-Agentur - und verglich die Entwicklung mit einer Badewanne. „Wir sind beim Stöpsel angekommen. Nun geht es langsam wieder nach oben.“

Noch aber habe die Krise den Freistaat weiter „fest im Griff“. Im Juni waren 133 700 Menschen ohne Job, das waren zwar deutlich mehr als im Vorjahresmonat, aber etwas weniger als noch im Mai 2020. Durch die Lockerungen seien wieder etwas mehr Menschen in Arbeit gekommen, so Hansen. Auch an den Jobcentern wurden die Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose hochgefahren.

Ein „Signal zur Entwarnung“ sieht der Agenturchef aber nicht. Corona habe den Arbeitsmarkt in Sachsen um etwa drei Jahre zurückgeworfen, vorerst bleibe man auf dem Niveau des Jahres 2017. „Es ist aber kein schlechtes Signal, dass wir nicht noch weiter zurückfallen.“ Dafür sorgt nach Ansicht von Hansen auch das Kurzarbeitergeld. „Die Brandmauer hält, damit kaufen wir uns Zeit.“