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Anwohner in Hochwasser­gebieten erheben schwere Vorwürfe

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Nach der Hochwas­ser­ka­ta­strophe vom Wochen­ende werden schwere Vorwürfe gegen die Stadt­ver­wal­tung laut. Viele Betrof­fene beschweren sich, dass sie viel zu spät oder überhaupt nicht gewarnt wurden. Die Stadt habe aus dem Hochwasser 2002 nichts gelernt, sagt zum Beispiel Harry Meinel vom Schloss­hotel in Klaffen­bach. Das gesamte Wasser­schloss war am Samstag überflutet worden. Es gebe keinen Notfall­plan für das Gelände, kriti­siert Meinel. Das Rathaus weist die Vorwürfe zurück. Man sei selbst erst sehr spät über die drohende Flut infor­miert worden, heißt es von der Presse­stelle. Das Landes­hoch­was­ser­zen­trum hatte aller­dings schon am Freitag­abend eine Warnung an die Chemnitzer Feuer­wehr heraus­ge­geben. Dazu wollte sich die Stadt bisher nicht äußern. An den Gerüchten, man habe in Stoll­berg eine Schleuse geöffnet und so die Flut verur­sacht, ist übrigens nichts dran. Nach Angaben der Landestal­sper­ren­ver­wal­tung sei ledig­lich die Talsperre Queren­bach kontrol­liert überge­laufen. Die Wasser­massen flossen zunächst in die Gablenz, die wiederum mündet in die Würschnitz.