Antifa-Demo in Chemnitz verläuft ohne Zwischenfälle
Mit einer Demo hat das Bündnis „Chemnitz Nazifrei“ an die Geschehnisse vor drei Jahren in der Stadt erinnert. Von der Polizei begleitet zogen die Teilnehmer am Samstag über den Sonnenberg zum Hauptbahnhof. Sie forderten eine Aufarbeitung der damaligen Ereignisse und eine strafrechtliche Verfolgung der Täter. Im August 2018 war es nach dem gewaltsamen Tod eines Chemnitzers zu Demonstrationen und Ausschreitungen in der Stadt gekommen. Daran waren auch viele gewaltbereite Neonazis aus ganz Deutschland beteiligt.
Die Demo diesen Samstag verlief nach Angaben der Polizei ohne Zwischenfälle. „An der Kreuzung Palmstraße/Zietenstraße hatten sich vor einem Lokal etwa 40 Personen augenscheinlich rechten Klientels gesammelt“ sagte uns ein Sprecher. „Einsatzkräfte ermöglichten hier das störungsfreie Passieren des Aufzuges.“
Nach Einschätzung der Versammlungsbehörde nahmen in der Spitze rund 300 Personen an der Demonstration teil. Lediglich eine Strafanzeige musste aufgenommen werden. Gegen 15:05 Uhr zeigte im Bereich der Dresdner Straße/Hans-Link-Straße ein Mann (41) neben der Aufzugstrecke den Hitlergruß. Der polnische Staatsbürger muss sich wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten.
Der Einsatz der Chemnitzer Polizei wurde durch die Sächsische Bereitschaftspolizei unterstützt. Insgesamt waren rund 170 Einsatzkräfte in die Maßnahmen eingebunden.