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Annabergs Oberbürgermeister fordert 1G-Regel

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Der Oberbürgermeister von Annaberg-Buchholz, Rolf Schmidt von den Freien Wählern, hat sich für eine landesweite 1G-Regel gegen die Corona-Pandemie ausgesprochen. Demnach sollten nur noch Getestete Zutritt beispielsweise zur Innengastronomie sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen haben – egal ob sie geimpft oder ungeimpft sind.

Die Entscheidung der Landesregierung für 2G in weiten Teilen des öffentlichen Lebens sei der falsche Weg, sagte Schmidt. Sie spiele Geimpfte und Ungeimpfte gegeneinander aus und das führe dazu, dass weniger getestet wird. Zumal auch geimpfte Menschen sich mit dem Coronavirus infizieren und diesen weitergeben könnten.

Die Wiedereinführung kostenloser Tests sei ein richtiger Schritt, betonte Schmidt. Auch dass Schulen nicht mehr flächendeckend geschlossen werden, sei gut. Ein ähnliches Vorgehen könne er sich in anderen Bereichen vorstellen, wenn es die Situation erfordere.

„Ein neuerlicher Lockdown wäre katastrophal.“ Stattdessen könne er sich vorstellen, dass künftig nur in einem betroffenen Quartier, einer Gemeinde oder einem Stadtteil das öffentliche Leben heruntergefahren wird, wenn dort die Corona-Lage aus dem Ruder zu laufen drohe.

Die jüngste Debatte um die Absage von Weihnachtsmärkten hält der Kommunalpolitiker für kontraproduktiv. Sie seien gerade im Erzgebirge wichtig für die Identität und Tradition. Es sei nicht vermittelbar, wenn andernorts Tausende Menschen ins Fußballstadion können, die Weihnachtsmärkte abzusagen.

„Es ist ein Markt unter freiem Himmel“, betonte Schmidt. „Ich plädiere ganz klar für Weihnachtsmärkte - von mir aus unter 1G-Bedingungen.“ Dazu müssten die Märkte nicht umzäunt werden. Vielmehr könne das Vorliegen negativer Tests stichprobenartig kontrolliert werden.