- Die Annaberger Straße wird an der Rößlerstraße einspurig. Das Nadelöhr auf der B 95 könnte jahrelang bleiben.
Annaberger Straße wird jahrelang zum Nadelöhr
Die Straßenbahn hält, die Türen gehen auf – und direkt daneben rauschen die Autos vorbei. An der Haltestelle Rößlerstraße trennt die Fahrgäste nur wenig Platz vom fließenden Verkehr auf der Annaberger Straße.
Diese Gefahr soll jetzt entschärft werden. Doch dafür fällt stadtauswärts eine komplette Fahrspur weg. Dadurch wird die Annaberger Straße, auf der täglich tausende Fahrzeuge und viele Pendler in Richtung Erzgebirge unterwegs sind, zum Nadelöhr – und das wohl für die nächsten Jahre!
Beton schützt die Fahrgäste
Ab heute stellt die CVAG entlang des schmalen Bahnsteigs Betonleitelemente und Baken auf. „Ziel ist es, den Haltestellenbereich an der Annaberger Straße vor der Rößlerstraße besser gegenüber dem Kfz-Verkehr zu sichern“, erklärt CVAG-Sprecher Uwe Albert.
Ein normales Geländer ist nicht möglich. „Für die Errichtung eines regulären Geländers wie bei anderen Haltestellen üblich, ist der Bahnsteig zu schmal“, so Albert. Deshalb wird die stadtauswärtige Fahrbahn auf eine Spur verengt.
Große Lösung fehlt bis 2031
Eigentlich sollte die Haltestelle zusammen mit der Annaberger Straße grundlegend umgebaut werden. Doch dafür fehlt das Geld. Schon die Stadt hatte erklärt, dass der Ausbau kurzfristig nicht finanziert werden kann. Auch im Haushalts- und Finanzplan bis 2031 ist das Vorhaben laut CVAG nicht vorgesehen.
Wann die Annaberger Straße an dieser Stelle endgültig ausgebaut wird, ist offen.
