Anklage nach Zugunglück in Bad Lausick
Nach dem schweren Zugunglück auf der Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig im September hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Verursacher erhoben. Dem 29-Jährigen wird gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Der Transporterfahrer war an einem Bahnübergang bei Bad Lausick auf einen PKW aufgefahren und hatte diesen dadurch auf die Gleise geschoben. Ein Regionalexpress entgleiste - mehr als 20 Personen wurden dabei verletzt, fünf davon schwer. Dem Angeklagten war es zusammen mit anderen Personen noch gelungen, den 64-jährigen Fahrer des PKW aus dem Auto zu ziehen, bevor der Zug hineinkrachte. Der Angeklagte hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. B/ei einer Verurteilung vor dem Amtsgericht in Grimma drohen ihm bis zu drei Jahre Haft. Einen Verhandlungstermin gibt es allerdings noch nicht.