• Foto: Redaktion

    Foto: Redaktion

Anklage nach tödlichen Fußgänger-Unfällen

Zuletzt aktualisiert:

Nach mehreren tödlichen Unfällen mit Fußgängern hat die Chemnitzer Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Verursacher erhoben. Einem 42-jährigen Autofahrer wird vorgeworfen, im Dezember zwei Rentner auf der Hainstraße überfahren zu haben. Am 11.12.2018 gegen 18.45 Uhr wollten die 73- bzw. 82-jährigen zu Fuß die Fahrbahn überqueren. Da der Angeschuldigte mit seinem PKW für die dortigen Verhältnisse zu schnell fuhr oder verspätet reagierte, erfasste er die beiden Personen mit seinem Fahrzeug. Beide starben wenige Tage später an ihren unfallbedingten Verletzungen.

Ebenfalls im Dezember soll eine 59-jährige Frau eine junge Fußgängerin auf der Georgstraße überrollt haben. Sie muss sich nicht wegen fahrlässiger Tötung, sondern auch wegen Unfallflucht verantworten. "Der Angeschuldigten wird zur Last gelegt, am 19.12.2018 gegen 18.12 Uhr mit ihrem PKW auf der Georgstraße gefahren zu sein und infolge Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt die Geschädigte übersehen zu haben, als diese die Straße zu Fuß überquerte" heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Dies hatte zur Folge, dass es zur Kollision mit der Fußgängerin kam, diese auf die Windschutzscheibe des PKW und dann auf die Straße geschleudert wurde. Dort wurde sie von einem entgegenkommenden Fahrzeug erfasst, für dessen Fahrer die Kollision unvermeidbar war. Die junge Frau verstarb noch an der Unfallstelle.

Und auch ein tödlicher Unfall aus Penig kommt bald vor Gericht: hier hatte ein Autofahrer ein 11-jähriges Mädchen umgefahren, das hinter einem Bus die Straße überquert hatte. Das Mädchen verstarb an den durch die Kollision zugefügten schweren Kopfverletzungen noch am selben Tag im Krankenhaus. Dazu heißt es von der Staatsanwaltschaft: "In etwa 100 m vor der Haltestelle befand sich ein Gefahrenzeichen, das auf "Kinder" und den werktags und samstags verkehrenden Schulbus hinwies. Im Ergebnis der Ermittlungen hätte der Angeschuldigte den Unfall vermeiden können, wenn er mit einer der konkreten Verkehrssituation angepassten Geschwindigkeit und sofortiger Bremsbereitschaft gefahren wäre.

Die Ermittlungen zu dem Unfall auf der Zwickauer Straße in Chemnitz, wo im Januar eine Frau tot gefahren wurde, hat die Staatsanwaltschaft dagegen eingestellt. Einem Gutachten zufolge sei die Kollision durch mehrere ungünstige Umstände unvermeidbar gewesen. Die Frau wurde beim Überqueren der Straße von einem Fahrzeug erfasst, auf die Gegenfahrbahn geschleudert und dort von einem entgegenkommenden Fahrzeug überrollt. Die Frau erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.