• Foto: Harry Härtel

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Großeinsatz wegen verdächtigem Pulver in Marienberg

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Eine unbekannte Substanz in einem Brief an das Amtsgericht Marienberg hat am Dienstag Einsatzkräfte und Gerichtsmitarbeiter stundenlang in Atem gehalten. Ein Mitarbeiter habe den Brief geöffnet, sei mit dem weißen Pulver in Kontakt geraten und habe einen Schock erlitten, teilte die Polizeidirektion Chemnitz mit. Daraufhin wurden umfangreiche und großflächige Absperrungen vorgenommen und das Amtsgericht evakuiert. Erst nach etwa fünf Stunden konnte Entwarnung gegeben werden.

"Spezialisten des Landeskriminalamtes haben die Substanz untersucht und für ungefährlich erklärt", sagte ein Polizeisprecher. Daraufhin wurden die Sperrmaßnahmen aufgehoben. Es werde jedoch weiter ermittelt. Noch sei unklar, wer den Brief an das Gericht geschickt hatte und warum.

Die Feuerwehr war mit zahlreichen Lösch- und Spezialfahrzeugen und rund 70 Einsatzkräften am Amtsgericht. Zwischenzeitlich wurde sogar ein Dekontaminationszelt aufgebaut. Der 61 Jahre alte Mitarbeiter konnte den Angaben zufolge nach einer gründlichen Untersuchung noch am Dienstag das Krankenhaus verlassen. (dpa)