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Altersarmut in Chemnitz wird immer größer

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Die Altersarmut in Chemnitz wird immer größer. Im vergangenen Jahr waren knapp 2.300 Rentner auf Alters-Hartz-IV angewiesen. Das ist ein Anstieg von 50 Prozent innerhalb der letzten zehn Jahre. Das teilte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit und beruft sich auf Angaben des Statistischen Landesamtes. Die Gewerkschaft fordert eine schnellstmögliche Einführung der von der Bundesregierung angekündigten Grundrente.

Der Geschäftsführer Volkmar Heinrich sagte dazu:

„Die amtlichen Zahlen zeigen nur die Spitze des Eisbergs. Denn sehr viele Menschen, die wegen Mini-Renten eigentlich einen Anspruch auf die Grundsicherung haben, schrecken aus Scham vor einem Antrag zurück. Eine entscheidende Ursache für dürftige Renten sind niedrige Einkommen. Auch wer Jahrzehnte in einer Bäckerei oder einem Restaurant gearbeitet hat, landet im Alter oft unter der Armutsschwelle. Das liegt auch an der Praxis vieler Unternehmen, aus Tarifverträgen auszusteigen und so die Löhne zu drücken. Hinzu kommt der Trend zu Teilzeit und Minijobs.“

Wie die Gewerkschaft mitteilt, sind nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bundesweit aktuell bereits 16,8 Prozent der Rentner von Armut bedroht. Ohne die Einführung einer Grundrente könnte das Armutsrisiko laut DIW bis zum Jahr 2039 auf 21,6 Prozent steigen – selbst bei einer weiterhin positiven Konjunkturentwicklung.