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Alltag im Hauptbahnhof: Waffen, Schimpfwörter, Drogen

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Fliegende Bierflaschen, wüste Beschimpfungen, Drogen und Pistolen. Was Bundespolizisten am Chemnitzer Hauptbahnhof so alles erleben, zeigen die Einsätze vom Wochenende. Zwischen Freitag und Sonntag hatten die Beamten reichlich zu tun.

Erst beschimpft, dann mit Flasche geworfen

Am Freitagnachmittag (30. Oktober) bedrohte ein 45-jähriger Deutscher einen Zugbegleiter in der Regionalbahn von Döbeln nach Chemnitz. Der Fahrgast hatte Bier verschüttet. Als ihn der Bahnmitarbeiter darauf ansprach, drohte er: „Ich schlag dir den Schädel ein“. Dazu beschimpfte er ihn unter anderem als „Nazi“ und „Bahnwichser“. Am Hauptbahnhof wartete bereits die Bundespolizei. Der Mann bekam eine Anzeige und durfte gehen.

Doch kaum war er wieder draußen, gab es den nächsten Ärger. Der 45-Jährige stieg trotz eines Verbots in einen Zug auf Bahnsteig 7. Als ihn der Lokführer hinausdrängte, warf er eine Bierflasche nach ihm. Der Bahnmitarbeiter konnte sich gerade noch ducken. Wieder eine Anzeige, wieder kam der Mann frei.

Gesuchte Frau muss ins Gefängnis

Am Samstagmorgen kontrollierten Polizisten eine 45-Jährige. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen suchte sie wegen einer offenen Geldstrafe nach einem Diebstahl. Die Frau konnte die 2856,80 Euro nicht bezahlen. Jetzt muss sie für 175 Tage ins Gefängnis. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten außerdem Drogen.

Polizisten mit Pistole erhoben

Wenig später wurde es ernst. In einem Zug aus Riesa hatte ein Schaffner eine pistolenähnliche Waffe entdeckt. Bei der Einfahrt in den Chemnitzer Hauptbahnhof zielte einer von vier Ukrainern mit der Pistole auf die Einsatzkräfte. Diese drohten mit Schusswaffengebrauch. Daraufhin legte der Mann sie ab.

Alle vier wurden festgenommen. Die 21 bis 23 Jahre alten Männer hatten noch eine zweite Pistole dabei. Beide stellten sich als Anscheinswaffen heraus. Nach einer Anzeige kamen die Verdächtigen frei.

Zugbegleiterin bedroht – Fahrt gestoppt

Am Sonntagmittag bedrohte ein 18-jähriger Syrer eine Schaffnerin im Zug von Dresden nach Zwickau. Bei der Ticketkontrolle hatte er sie mehrfach beleidigt. Einen Fahrschein besaß er nicht. In Glauchau war die Fahrt vorerst zu Ende. Ein mitreisender Polizist aus Hessen hielt den Mann bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte fest. Auch er durfte nach zwei Anzeigen wieder gehen.