Waldbrand in der Sächsischen Schweiz - Tatverdächtiger gestellt
Die Polizei hat im Zusammenhang mit dem Waldbrand in der Sächsischen Schweiz einen Tatverdächtigen gestellt. Der 30-jährige Deutsche gab an, am Pfaffenstein übernachtet zu haben, obwohl im Nationalpark aufgrund der hohen Waldbrandgefahr ein nächtliches Betretungsverbot besteht.
Am Samstagabend habe er in dem Bereich einen Gegenstand angezündet. Nun wird ermittelt, ob der Mann damit den Brand verursacht hat. Dabei werden auch Brandursachenermittler zum Einsatz kommen, sobald das Feuer gelöscht und der Brandort begehbar ist.
Die Polizei sucht Zeugen, die etwas beobachtet haben, das mit der Brandentstehung in Verbindung stehen könnte. Wem sind auffällige Personen, Feuerstellen oder dergleichen aufgefallen? Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.
Das Feuer war am Sonntagmorgen in einem Waldstück am Pfaffenstein ausgebrochen. Die Feuerwehr löscht derzeit den Brand in dem schwer zugänglichen und felsigen Gebiet. 100 Feuerwehrleute und acht Löschfahrzeuge sind im Einsatz und bekämpfen die Flammen, sagte uns Hanspeter Mayer, Sprecher des Nationalparks.
Nach aktuellem Stand gibt es keine Verletzte. Schadensangaben liegen noch nicht vor.
Kurz nach halb acht gingen am Sonntagmorgen die Sirenen in der Gemeinde Gohrisch an. Die Feuerwehrleute wurde alarmiert und waren schnell zur Stelle. Auch die Nationalparkwacht ist im Einsatz.
Seit Tage besteht Waldbrandstufe 3, seit Freitag auch ein Übernachtungs- und Betretungsverbot im Nationalpark. Der Paffenstein liegt aber außerhalb dieser Zone. Es gibt mehrere Glutnester an unzugänglichen Stellen, die Verfügbarkeit von Löschwasser ist schwierig, so Hanspeter Mayer.
Erst vor ein paar Tagen hatte es am Lilienstein gebrannt.