- AfD-Fraktionschef Volker Dringenberg bringt ein Institut für Wehrtechnik an der TU Chemnitz ins Spiel. Es soll Forschung, Firmen und neue Arbeitsplätze nach Chemnitz holen.
AfD bringt Wehrtechnik-Institut für die TU ins Spiel
Es war nur ein kurzer Passus in einer längeren Rede. Doch der Vorschlag dürfte für Diskussionen sorgen. Volker Dringenberg, Chef der AfD-Ratsfraktion im Chemnitzer Stadtrat, hat angeregt, über ein wehrtechnisches Institut an der TU Chemnitz nachzudenken.
Dringenberg brachte die Idee am Mittwoch in der Debatte über die Zukunft des Ausschusses für Wirtschaft und strategische Entwicklung vor. Seine Fraktion hatte dessen Auflösung beantragt.
Wehrtechnik soll neue Firmen anziehen
Dringenberg begründete seinen Vorschlag mit den hohen Summen, die der Bund derzeit in Infrastruktur und Wehrtechnik investiert. Chemnitz könne versuchen, einen Teil dieser Mittel in die Region zu holen.
Nach seiner Vorstellung könnte ein wehrtechnisches Institut gemeinsam mit der TU Chemnitz und mit Unterstützung des Freistaates entstehen. Daraus könnten später Start-ups hervorgehen. Auch bestehende Unternehmen könnten sich wegen der Forschung in Chemnitz ansiedeln oder ihre Standorte ausbauen. Ziel seien zusätzliche Arbeitsplätze.
Später stellte Dringenberg klar, dass er zunächst eine Diskussion darüber anstoßen wolle. Wehrtechnik bedeute aus seiner Sicht nicht nur Waffen für einen Angriff. Auch Verteidigung und Infrastruktur gehörten dazu.
TU hat Friedensklausel geändert
Die Voraussetzungen an der Universität haben sich in diesem Jahr verändert. Die TU Chemnitz hat ihre sogenannte Friedensklausel neu gefasst. Früher hieß es in der Grundordnung, Forschung, Lehre und Studium sollten „friedlichen Zwecken dienen“. Seit April lautet die Formulierung, Forschung, Transfer und Lehre sollten „dem Erhalt des Friedens dienen“.
