- Restauratorin Gabriele Wagner vom Landesamt für Archäologie Sachsen bringt das wertvolle "Wimmelbild" in seine Vitrine in der Sonderausstellung "Silberglanz & Kumpeltod" ein.
500 Jahre altes Wimmelbild in Chemnitz
Die „Kuttenberger Illumination“, ein 500 Jahre altes „Wimmelbild“ aus Tschechien, ist seit heute (6. Januar 2025) im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac) zu sehen. Sie zeigt alle Schritte des mittelalterlichen Bergbaus – vom Erzabbau bis zur Münzprägung – und beeindruckt durch Detailreichtum.
Einblicke in den Bergbau des Mittelalters
Das Bild veranschaulicht die Arbeit in der Bergbaustadt Kutná Hora, inklusive des Münzamts „Welscher Hof“. Werkzeuge wie ein Handventilator und die Schmelztechnik werden lebendig dargestellt. „Das Bild hilft uns, archäologische Funde besser einzuordnen“, erklärt Kurator Dr. Jens Beutmann. Es ist detailreich wie ein modernes Wimmelbild.
Die 643 x 442 mm (entspricht in etwa DIN A2) große Buchmalerei stammt aus der Werkstatt des Meisters Mathaeus in Prag. Sie wurde 2009 bei Sotheby’s versteigert und gelangte zurück nach Kutná Hora. Wegen ihrer Empfindlichkeit ist das Original nur bis zum 2. März 2025 im smac zu sehen.
Sonderausstellung „Silberglanz & Kumpeltod“
Die Ausstellung beleuchtet die Welt des Bergbaus von der Bronzezeit bis heute. Die „Kuttenberger Illumination“ ist ein besonderes Highlight. Besucher sollten sich diese seltene Gelegenheit nicht entgehen lassen.
