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Nach tödlichem Unfall - weitere Zeugen befragt

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Nach dem tragischen Unfall auf der Prager Straße vom Dienstag ist die Unfallursache noch nicht aufgeklärt. Die Leipziger Volkszeitung berichtet am Donnerstag, dass der Fahrer wohl die Ampeln an der Kreuzung Franzosenallee verwechselt hat. Die LVZ beruft sich dabei auf Informationen aus Behördenkreisen. Demnach gelte die Verwechslung  als wahrscheinliche Unfallursache. Die Polizei konnte uns die Informationen nicht bestätigen.

Bekannt ist, dass die Polizei von einem Unfall ausgeht. „Hinweise auf eine vorsätzliche Tat liegen nicht vor“, betonte Hoppe. Der Fahrer hatte keine Drogen und kein Alkohol im Blut. „Gegen ihn wird wegen eines Verkehrsunfalls im Zusammenhang mit fahrlässiger Tötung ermittelt“, sagte Hoppe.

Am Mittwoch haben weitere Zeugen ausgesagt, auch in den kommenden Tagen sollen noch Augenzeugen befragt werden. Die Ermittler wollen sich zudem die Ampelschaltung an der betreffenden Kreuzung ansehen. Mit einem Hubschrauber hatte die Polizei zudem Aufnahmen vom Unfallort gemacht, auch diese werden von einem Gutachter ausgewertet.

Ein 50-jähriger Autofahrer war am Dienstag auf der Prager Straße in Höhe Franzosenallee in eine Gruppe von vier Fußgängern gerast. Eine 85-jährige Frau und ein 80 Jahre alter Mann starben noch an der Unfallstelle. Eine zweite Frau (80) sei wenige Stunden später in einem Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen, teilte die Polizei mit. Eine dritte Frau (78) kam mit schweren Verletzungen auf die Intensivstation eines Krankenhauses. Wie uns Hoppe am Mittwoch sagte, hat sich an ihrem Zustand nichts verändert.

Den Rettungskräften zeigte sich am Dienstagvormittag ein dramatisches Bild: An der Haltestelle „Franzosenallee“ lagen Trümmerteile eines Verkehrsschildes, einer Ampel sowie das zerstörte Fahrzeug und zwei Paar Schuhe im Gleisbett. Der Aufprall muss mit großer Wucht erfolgt sein. Augenzeugen berichteten, dass der 50-jährige Autofahrer schnell unterwegs gewesen sei.

Der Notruf ging kurz nach 10 Uhr ein. „Der Fahrer war in den Kreuzungsbereich gefahren und hatte mehrere Personen, die eine Fußgängerampel überquerten, erfasst“, erläuterte Polizeisprecher Olaf Hoppe. Danach sei das Auto von der Fahrbahn abgekommen, gegen eine Ampel gekracht und schließlich im Gleisbett der Straßenbahn gelandet.

Rettungssanitäter versorgten die Verletzten im Wartehäuschen der Haltestelle der Linie 15 und neben den Gleisen. Mit Hilfe einer Plane schützten Helfer die Ärzte und Sanitäter bei ihrer Arbeit vor neugierigen Blicken.