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150 Bauern wollen Sachsen verklagen

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Im Streit um verschärfte Düngeregeln zum Schutz des Grundwassers wollen über 150 Landwirte in Sachsen vor Gericht ziehen. Das haben der Landesbauernverband und der Verein „Land schafft Verbindung“ mitgeteilt. Die Klage soll sich gegen die Umsetzung der sächsischen Düngeverordnung richten. Die Verbände wollen die Landwirte bei den Klagen unterstützen und begleiten.

Seit 1. Januar gelten für Sachsens Bauern neue Vorgaben beim Düngen ihrer Felder. Auf rund 130 600 Hektar Ackerland wurden die Auflagen verschärft, um den Nitrateintrag in den Boden zu reduzieren. Das ist den Angaben nach rund ein Siebtel der Landwirtschaftsfläche. Daran gibt es Kritik. Die Bauern würden für Vorgänge bestraft, die 30 Jahre zurücklägen, monierte der Vorsitzende des Verbandes Familienbetriebe Land und Forst, Hartwig Kübler. „Ohne nach rechts und links zu schauen, wer als Verursacher tatsächlich in Frage kommt.“