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12. Chemnitzer Friedenspreis verliehen

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70 Jahre nach dem Bombar­die­rung der Stadt im Zweiten Weltkrieg erhält ein Bürger­pro­jekt, das in beson­derer Weise auf den Friedenstag in Chemnitz aufmerksam macht, den Chemnitzer Friedens­preis. Am Mittwoch wurde der Preis an die Bürger­initia­tive Aktion C übergeben, bei der Chemnitzer Schüle­rinnen und Schüler bereits 1000 Meter unüber­seh­bare Banner, Trans­pa­rente und Fahnen zum Thema Frieden gestaltet haben. Die Friedens­banner hängen kurz vor dem 5. März zum Beispiel am Chemnitzer Rathaus und anderen Gebäuden in der Stadt. Auf Platz zwei wurde das Projekt „Save Me“ prämiert. „Save Me“ ist ein Paten­pro­gramm, mit der Familien und Einzel­per­sonen Unter­stüt­zung und Hilfe erhalten. Mehr als 100 Chemnit­ze­rinnen und Chemnitzer haben eine solche Paten­schaft übernommen. Unter­stützt wird das Engage­ment durch zahlreiche Kampa­gnen wie Fahrra­dak­tion, Benefiz­kon­zert, Mahnwa­chen und Filmabende. „Save Me“ entreißt Asylsu­chende und Flücht­linge der statis­ti­schen Anony­mität und bringt Menschen zusammen. Der dritte Platz wurde Sebas­tian Braun zuerkannt. Der 28jäh­rige Koch griff beherzt ein, als er sah, daß ein junger Immigrant von Schlä­gern überfallen wurde. Diese lauerten ihm Tage später auf und verletzten ihn so, daß er ins Kranken­haus gehen mußte. „Dennoch -“ sagt Sebas­tian Braun „ würde ich jeder­zeit wieder eingreifen.“