Der André und die Morgenmädels QuickCheck

Egal ob Staubsauger, Grill, Kochtopf, Kopfhörer, Apps oder was auch immer – fast alle Produkte nimmt die Stiftung Warentest unter die Lupe. Aber natürlich kann man keinen Überblick über alle Tests haben. Deshalb machen wir den „Quick Check“ und schauen uns einige der Untersuchungen genauer an: welche Produkte lohnen sich, wo stimmen Preis und Leistung und was muss man nicht unbedingt haben.


Die Tests

Navigationsapps und -geräte

Um von A nach B zu kommen nutzen ganz viele Menschen ein Navi. Grund genug für die Stiftung Warentest, 17 Navigationslösungen zu testen. Darunter waren sieben Apps für Android-Handys, acht für iPhones und zwei Navigeräte. Lediglich zwei Apps, und zwar die Osmand-App sowohl für Android als auch fürs iPhone, bekamen die Note befriedigend. Alle anderen Apps waren gut. Sprich mit allen getesteten Varianten kommt man gut ans Ziel. Unterschiede gibt’s vor allem bei der Handhabung und bei den angezeigten Verkehrsdiensten. Hier konnten vor allem die TomTom-Navis punkten. Allerdings kosten die auch was. Wer die Navis nur gelegentlich nutzt, ist aber auch mit den kostenlosen Diensten wie Google Maps oder den Karten von Apple gut bedient. 

https://www.test.de/Navi-im-Test-4840852-0/

Grillanzünder

Grillanzünder gibt’s in sehr vielen Varianten. Flüssig, fest, elektrisch, es gibt sogenannte Anzündkamine, Gel usw.

Gleich vorweg: Beschleuniger wie Brennspiritus gehören gar nicht auf den Grill! Die Stiftung Warentest hat knapp 30 verschiedener Anzünder getestet.

Fazit: am schnellsten geht es mit einem sogenannten Heißluftgrillföhn und Feuerspray. Letzteres ist ein Gasgemisch, das in einer Art Deo-Dose ist, daran eine Sprührohr. Damit kann man wie mit einem Mini-Flammenwerfer die Kohle zum Glühen bringen. Entspannt „angrillen“ geht mit Anzündkamin und festem Anzünder, da hier nur abgewartet werden muss. 

Vorsicht ist geboten bei flüssigen Paraffinanzündern. Gelangen die unbemerkt in Kinderhände und werden versehentlich getrunken, kann dies zu einer chemischen Lungenentzündung führen. Wer so etwas benutzt, das sofort wieder wegräumen, so dass Kinder nicht rankommen.

Wer keinen Ruß und Gestank haben möchte, der sollte auf Holzwolle und paraffinhaltige Anzünder verzichten.

Prinzipiell kann man sagen, egal für welchen Anzünder man sich entscheidet, es dauert mindestens ne halbe Stunde, bis Holzkohle richtig durchgeheizt und der Grill bereit ist. Bei Briketts dauert es noch mindestens 20 Minuten länger.

Koffer

Wer verreisen will, braucht Koffer. Stiftung Warentest hat 14 Hart- und Weichschalen-Koffer getestet, jeweils 7 aus jeder Kategorie.

Untersucht wurde so ziemlich alles worauf es beim Koffer ankommt bezüglich Handhabung und Haltbarkeit wie ziehen und scheiben, Regenbeständigkeit, Falltest usw.. Vorteil Hartschalenkoffer: Inhalt besser geschützt, auf glatten Flächen leicht zu schieben bzw ziehen, Oberflächen meist gut zu reinigen; Nachteile: bei Sturz oft bruchanfälliger, Gehäuse wenig flexibel – lässt sich so z.B. im Auto schlechter stauen, auf unebenem Untergrund oft schwerer zu bewegen.

 

Vorteil Weichschalenkoffer: stabiler im Falltest, flexible Oberfläche daher z.B. besser im Auto zu verstauen, oft leichter als Hartschalenkoffer; Nachteile: meist weniger regenbeständig und schwieriger zu reinigen

Untersucht wurden 7 Hartschalenkoffer, die etwa 100 l Fassungsvermögen haben, zwischen 100 und 880 Euro, Testsieger wurde der teuerste Koffer von Rimowa – das ist auch der einzige mit der Note „gut“, auf den beiden letzten Plätzen landeten der American Tourister für 140 Euro und der Real X-Club für 119 Euro, die schnitten beim  Falltest besonders schlecht ab

Bei den Weichschalenkoffern ein ähnliches Bild: 7 Modelle zwischen 70 und 289 Euro, bester wurde der teuerste Koffer von Samsonite. Aber immerhin bekamen 3 Koffer die Note „gut“. Der schlechteste war der Koffer von Titan für 120 Euro mit der Note 5,5 also „mangelhaft“ der besonders schlecht bei der Haltbarkeit abgeschnitten hat.

Kopfhörer

Seit 2019 hat die Stiftung Warentest 182 Modelle sowohl die „In-Ear“ als auch die Bügel-Modelle getestet. Der lange Zeitraum rührt daher, dass nicht jedes Jahr neue Modelle auf den Markt geworfen werden. Allgemein kann gesagt werden, dass man für gute Modelle schon etwas mehr bezahlen muss.

Getestet wurde in verschiedenen Kategorien: bester Klang, Umweltgeräusche filtern und Sporttauglichkeit

  • Bei den In Ear Modellen hat sich der JBL Reflect Flow hervorgetan (108 Euro), angenehmer Klang und sitzt auch beim Sport sicher im Ohr (Note 1,7). Die schlechteste Note hier war „ausreichend“ und auf dem letzten Platz landete der Urbanista Stockholm (44 Euro) wo besonders der eher schlechte Klang zur Abwertung führte 
  • Bei den Bügelmodellen hat der Sennheiser Momentum Wireless (340 Euro) die Nase vorn mit sehr gutem Ton und sehr guter Geräuschreduktion  (Note 1,7) – insgesamt bekamen drei Modell die Note „mangelhaft“ – auf den letzten beiden Plätzen landeten die Modelle von Philipps (Noten 4,6 und 4,7)  die sich preislich im unteren bzw mittleren Bereich befinden (119 und 77 Euro), hier sorgte die Schadstoffbelastung des Materials zur Abwertung

Elektrogrills

Untersucht wurden 12 E-Grills, dabei jeweils 6 Flächen- und 6 Kontaktgrills, zwischen 35 und 350 Euro

  • Flächengrills haben eine heiße Platte und erhitzen das Grillgut nur von unten
  • Kontaktgrills öffnet man quasi wie einen Laptop, das Grillgut kommt zwischen zwei heiße Platten.
  • 11 Grills bekamen die Note gut, einer die Note befriedigend (Kontaktgrill von Unold, 59 Euro)
  • Bester Flächengrill ist das Gerät von Philipps für 90 Euro – aber: kleine Grillfläche und kein Gestell; der teuerste Grill (Weber, 350 Euro) landete bei den Flächengrills auf dem vorletzten Platz, er punktet aber mit der größten Hitze aller Grills 
  • Bester Kontaktgrill ist das Gerät von Tefal (80 Euro), der sich durch komplettes Aufklappen auch zum Flächengrill umwandeln lässt; der günstigste Grill (Lidl Silvercrest, 35 Euro) landete auf Platz 3; Letzter im Test wurde der Unold (59 Euro) bei dem haben sich beim Grillen die Grillplatten verbogen

Akku Rasenmäher

Stiftung Warentest hat 9 Akku-Rasenmäher getestet, zwischen 190 und 470 Euro.

Vorteil: mobil wie ein Benziner, aber leiser, Akkus können u.U. auch für andere Geräte verwendet werden

Nachteil: Rasenmähen muss geplant werden, weil Akkus geladen werden müssen (das dauert je nach Modell zwischen 36 min und mehr als 4 Stunden;  hoher Anschaffungspreis; die teuren Akkus müssen nach ein paar Jahren ausgetauscht werden

  • Alle mähen „gut“ bis „befriedigend“ – wobei 6 x gut und 3 x befriedigend vergeben wurde
  • Vier Modelle schafften um die 400 qm, der Rest weniger
  • Es gilt: je höher das Gras, desto geringer die Reichweite
  • Bis auf ein Modell können alle auch nasses und hohes Gras mähen
  • Testsieger ist das Gerät von Einhell (320 Euro), Letzter im Test wurde der Mäher von Wolf (430 Euro) 
  • Das billigste Modell (von OBI, 190 Euro) kam auf Platz 7, das teuerste Modell (Ryobi, 470 Euro) landete auf dem vorletzten Platz