Kriminalpolizei fahndet öffentlich nach Wechselgeld-Dieben

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Kriminalpolizei fahndet öffentlich nach Wechselgeld-Dieben

Chemnitz

 

Kriminalpolizei fahndet öffentlich nach Wechselgeld-Dieben

 

Zeit: 13.07.2022 und 19.11.2022

Ort: OT Zentrum

 

-Bildveröffentlichung-

(319) Die Chemnitzer Kriminalpolizei ermittelt derzeit gegen zwei noch unbekannte Männer, die in mehreren Fällen mit ein und demselben Wechselgeld-Trick mehrere hundert Euro Bargeld in Geschäften gestohlen haben. Zwei der Fälle ereigneten sich im Chemnitzer Stadtzentrum.

 

13.07.2022: Zwei Männer betraten ein Geschäft in einem Einkaufscenter auf dem Neumarkt. Einer von ihnen bezahlte einen Artikel mit einem 200-Euro-Schein und ließ sich das Wechselgeld auszahlen. Dann bat der Käufer plötzlich den Kassierer, das Wechselgeld in einer anderen Stückelung herauszugeben. Als der Kassierer dem nachkam, begann der Käufer eine lautstarke Diskussion unter anderem über den Preis und Zustand der erworbenen Ware. Sowohl der mutmaßliche Haupttäter als auch sein anfangs das Umfeld beobachtende Begleiter bedrängten den Kassierer in der Folge, beugten sich wiederholt über den Verkaufstresen und bauten Druck auf den Angestellten des Geschäfts auf. Der Kassierer nahm schließlich die reklamierte Ware zurück, gab den 200-Euro-Schein zurück und die beiden Männer verließen das Geschäft. Bei der Tagesabrechnung stellte sich jedoch heraus, dass vier 50-Euro-Scheine aus der Kasse fehlten, die offenbar durch die beiden unbekannten Männer entwendet worden waren.

 

19.11.2022: Erneut erwarben zwei unbekannte Männer in einem Geschäft in der Straße der Nationen für wenige Euro Artikel, wobei einer von ihnen mit einem 500-Euro-Schein bezahlte. Auch in diesem Geschäft verlangte der Käufer lautstark und gestikulierend das Wechselgeld in einer bestimmten Stückelung. Das weitere Vorgehen bis hin zur Reklamation bzw. der Rücknahme der Ware ähnelte dem Fall vom 13.07.2022 sehr. Letztlich stellte sich bei der Tagesabrechnung ein Fehl von 160 Euro heraus. 

 

Dank Bildern von verschiedenen Überwachungskameras erkannten die Geschädigten die Männer wieder. Es handelte sich in beiden Fällen um dieselben Täter. Ferner stellte sich im Rahmen der Ermittlungen wegen Diebstahls heraus, dass die beiden Tatverdächtigen am 12.07.2022 in einem Einkaufscenter im Leunaer Ortsteil Günthersdorf (Sachsen-Anhalt) mit derselben Masche erfolgreich und sie am 19.08.2022 in Sindelfingen (Baden-Württemberg) bei einem derartigen Trickdiebstahl gescheitert waren. Es ist somit von reisenden, überregional agierenden Tatverdächtigen auszugehen.

 

Die Geschädigten beschrieben den Tatverdächtigen, der in allen Fällen als Käufer bzw. Wortführer auftrat, als etwa 1,75 Meter bis 1,80 Meter groß, 40 bis 45 Jahre alt, korpulent sowie schwarz- und kurzhaarig. Auffällig war zudem sein kurzer, schwarzer Vollbart. Er sprach gebrochen Deutsch und hat einen dunklen Teint. Sein mutmaßlicher Komplize, der als Beobachter fungierte, ist ca. 1,60 Meter bis 1,65 Meter groß, 20 bis 25 Jahre alt, schlank und hatte schwarze, leicht lockige Haare mit kurzgeschnittenen Seiten. Auch er sprach gebrochen Deutsch und hat einen dunklen Teint. 

 

Auf Antrag der Chemnitzer Staatsanwaltschaft stimmte das Amtsgericht Chemnitz jüngst einer Öffentlichkeitsfahndung aufgrund der vorliegenden Bilder der Überwachungskameras zu.

 

Die Polizei fragt: Wer erkennt die beiden Männer auf den Fahndungsbildern und kann Angaben zu ihrer Identität machen? Wer weiß, wo sich die abgebildeten Tatverdächtigen derzeit aufhalten bzw. in den vergangenen Wochen und Monaten aufgehalten haben? Wer kann Angaben zu einem möglichen Fluchtfahrzeug der Männer machen? Zeugenhinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Chemnitz unter Telefon 0371 387-3448 auf.

 

Hinweis:Der richterliche Beschluss gestattet die Veröffentlichung der Fahndungsbilder auf den Internetseiten der Strafverfolgungsbehörden sowie in der regionalen und überregionalen Presse. Die Ausstrahlung der Abbildungen ist ebenso im regionalen als auch überregionalen Fernsehen erlaubt. Die Übernahme der Abbildungen in Online-Publikationen, z. B. Auftritte in sozialen Netzwerken, Online-Ausgaben, E-Paper, Mediatheken oder sonstige Internetangebote, wird gestattet durch die Verlinkung auf die Internetseiten der Strafverfolgungsbehörden.

 

Link zur Öffentlichkeitsfahndung:(Ry)

Quelle: www.polizei.sachsen.de/de/MI_2023_95607.htm