Franzis Lifehack

Wie ein Glätteisen zum Bügeleisen wird, wie wir weiße Turnschuhe schnell wieder sauber bekommen und wie wir die Haare mit Papier färben können, kein Scherz. Dass alles hören Sie in unseren Lifehacks mit Franzi. Tricks, die das Leben leichter machen und wenig kosten. So mögen wir es am Liebsten.

Wenn Sie noch einen ganzen besonderen Trick haben, lassen Sie es uns wissen.

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#8 - Badebomben selbst gemacht

Der Wind pfeift um die Häuser. Die Temperaturen sinken gegen Null und dann wird es auch noch so schnell dunkel. Was so gegen die Winterkälte hilft – ein richtig schönes wohltuendes Bad zum Aufwärmen und Entspannen. Gesetz dem Fall, Sie haben eine Badewanne und nicht wie ich, nur eine Dusche.

Noch schöner wird so ein Bad, mit selbst gemachten sprudelnden Badebomben aus rein natürlichen Inhaltsstoffen.

Für die Badebomben brauchen wir Kakaobutter oder Kokosöl, Natron, Speisestärke, Milchpulver – Säuglingsnahrung geht da auch, Zitronensäure, etwas Lebensmittelfarbe in Pulverform, Lieblingsduft als ätherisches Öl.

Kakaobutter oder Kokosöl vorsichtig in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Alle trockenen Zutaten dann in einer größeren Schüssel vermischen – als Natron, Stärke, Milchpulver, Zitronensäure.

Da dann die geschmolzene, handwarme Kakaobutter dazu und gut durchkneten. Die Masse sollte dann eine Konsistenz ähnlich wie Mürbeteig haben. Wenn es zu Klebrig ist, noch ein wenig Natron dazu geben.

Die ätherischen Öle einarbeiten und nochmal gut kneten.

Dann sind die Badebomben auch schon fast fertig. 
Die Masse können wir entweder mit den Händen zu Kugeln formen oder mit einem Nudelholz ausrollen mit kleinen Ausstechförmchen zum Beispiel zu Tannenbäumen oder Rentieren formen. Ist dann auch gleich ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Damit die Badebombe dann schön fest ist, einen Tag trocknen lassen, oder für 4 Stunden in den Kühlschrank.


Mengen für 3-5 Badebomben 

  • 45g Kakaobutter oder Kokosöl
  • 100g Natron
  • 10g Stärke
  • 10g Milchpulver (auch Säuglingsnahrung geht)
  • 60g Zitronensäure
  • Farbpulver (Lebensmittelfarbe, Tonerde usw.)
  • Ätherische Öle je nach Belieben

#7 - Fleisch schonend und schnell auftauen

Der Tipp für alle leidenschaftlichen Köche und Köchinnen.

Kennen bestimmt einige: Wir wollen Steaks grillen oder ein Stück Fleisch braten und stellen fest, wir haben vergessen es aus dem Tiefkühler zu nehmen.

Da hält es sich zwar schön lange frisch, aber das Auftauen nimmt meist viel Zeit in Anspruch…

Mit einem wirklich simplen Trick wird das Fleisch aber innerhalb von fünf bis zehn Minuten schonend aufgetaut.

Alles was wir dazu benötigen sind:

  • zwei Metalltöpfe
  • lauwarmes Wasser (maximal 60 Grad)
  • Fleisch (am besten verpackt und in einzelnen Scheiben)

 

Das Fleisch im Gefrierbeutel auf einen umgedrehten Metalltopf legen.

Den zweiten Topf maximal bis zur Hälfte mit lauwarmem Wasser befüllen und oben drauf stellen.

Binnen kurzer Zeit leiten das Metall aus den Töpfen und das lauwarme Wasser die Kälte ab. Ein etwa 1cm dickes Stück Fleisch ist so in etwa fünf Minuten aufgetaut.

Dickere Stückchen brauchen etwas länger, mit dem Finger einfach mal drücken und nachfühlen.

#6 - Kerzen länger brennen lassen

Gerade im Herbst, wenn es draußen kalt und dunkel wird, passt Kerzenlicht wunderbar, um den Abend ausklinken zu lassen. Aber so eine Kerze brennt ziemlich schnell runter. Heißt, wir sind ständig damit beschäftigt neue zu kaufen.

Mit diesem simplen Trick halten Kernen nahezu doppelt so lang durch. Einfach mal für einen Tag in den Tiefkühler legen.

Das Einfrieren des Wachses bewirkt nämlich, dass die Kerze wesentlich langsamer abbrennt. Außerdem gibt es weniger Tropfen und die Kerzen brennen gerade runter.

Auch für die lästigen Wachsreste im Kerzenständer hab ich noch einen Tipp. Den Ständer einfach auch in den Gefrierschrank hauen.

Bei den tiefen Temperaturen zieht sich das Kerzenwachs zusammen und löst sich so von den Flächen des Kerzenständers. Mit einem Löffel oder stumpfen Messer lässt sich das Wachs jetzt einfach raus brechen.

Sollten doch noch Reste am Ständer kleben, können Sie denen mit etwas Essig, Öl und einem Tuch zu Leibe rücken.

Auf weitere kuschelige Abende jetzt in der kalten Jahreszeit.

#5 - Kalkflecken blitzschnell entfernen

Wir sind gründlich, wenn wir nach dem Duschen immer wieder mit dem Abzieher über die Glasscheiben wischen, damit ja keine Tropfen zurück bleiben.

Aber was ist mit den Armaturen und Ablagen im Bad? Die sind ständig Feuchtigkeit ausgesetzt und dann gibt es oft hässliche Kalkflecken.

Dank unserer Hörerin Marry kennen ich jetzt einen ziemlich simplen Trick, wie wir die Flecken wieder los werden.

Zahnpasta!

Einfach die Armatur ordentlich mit Zahnpasta einschmieren. Kurz einwirken lassen und dann mit der Zahnbürste Wegschrubben und anschließend mit einem feuchtem Lappen oder Baumwolltuch abwischen.

Schon blitzt und strahlt es im Bad wieder.

Im Überblick:
Zahnpasta (egal wleche)
Alte Zahnbürste
Wasser
Lappen
Baumwolltuch

Der Vorher-Nachher-Vergleich

#4 - Haare färben mit Krepppapier

Die nächste Kostümparty steht an. Was noch fehlt ist vielleicht eine coole Frisur.
Aber anstatt die Haare dafür extra mit teurer Haarfarbe aus der Drogerie zu färben, können wir unsere Haare auch mit buntem Krepppapier färben. Das klappt am besten bei hellerem bis blondem Haar.


Krepppapier gibt es vielen bunten Farben. Ob blau, grün, pink oder gelb, den Farbwünschen ist fast keine Grenze gesetzt.
Eine Rolle Krepppapier gibt es im Laden schon unter einem Euro.

Das brauchen wir:

  • Krepppapier in der gewünschten Farbe
  • Eine Schere
  • Eine große Schüssel mit lauwarmem Wasser
  • Etwas Alufolie
  • Ein Handtuch
  • Handschuhe zum Haarfärben
  • Föhn, Bürste

Dunkle Sachen und Handschuhe sind wichtig, weil das tropft und färbt ohne Ende. Auf glatten Materialen lässt sich das aber problemlos entfernen.


Je länger die Haare sind desto mehr Krepppapier brauchen wir. Vor dem Färben ein Handtuch um die Schultern legen die Haare gut durchbürsten und dann Strähne für Strähne abteilen. Handschuhe anziehen und dann kanns schon los gehen.

Mit einer Schere das Krepppapier in Streifen schneiden und anschließen ganz kurz in die Schüssel mit warmem Wasser legen. Nur so lang, dass es leicht benetzt ist und dann um die Strähne wickeln. Nach 10-30 Minuten ist das Ergebnis dann schon zu sehen. Je länger die Einwirkzeit desto intensiver das Ergebnis

Kleiner Tipp am Rande: Mit Alufolie umwickelt, wirkt die Farbe stärker ein.

Die Haare anschließend nicht auswaschen, einfach föhnen, stylen und fertig.

Nach ein bis zwei Haarwäschen ist die Farbe auch wieder ausgewaschen.

#3 - Zwiebel schneiden ohne Tränen

Wir sind echt hart im Nehmen. Beim Zwiebelschneiden werden selbst die stärksten Küchenkönige und -königinnen zu Heulsusen. Aber warum eigentlich? Schuld ist der natürliche Schutzmechanismus der Zwiebel. Die Pflanze sondert zwei Stoffe ab, die sie davor schützen, von Mäusen und anderen Tieren angeknabbert zu werden. Zum einen tritt die Aminosäure Alliin aus, zum anderen das Enzym Alliinase. Wenn die beiden Stoffe aufeinandertreffen, geht das Geheule los.

Erster Tipp ist also schon mal, ein richtig scharfes Messer zum Schneiden nehmen, so werden weniger Zellen beschädigt oder zerdrückt.

Im Internet überschlagen sich die Tipps. Hier in der Redaktion hat jeder einen anderen. Drei davon jetzt:

  • Nase zu und durch den Mund atmen, reizt die Geruchsnerven nicht so stark
  • Die Taucherbrille schützt zumindest die Augen vor den aufsteigenden Dämpfen
  • ein Schluck Wasser in den Mund während des Zwiebel schneidens. Warum das oft klappt, ist allerdings bisher nicht geklärt

Außerdem steigen die Dämpfe nach oben. Daher ist es ratsam mit dem Kopf nicht genau über der Zwiebel zu sein. Auch ein offenes Fenster kann für etwas Linderung sorgen.

#2 - Glätt- statt Bügeleisen nutzen

Es geht in den Urlaub. Ob Handgepäck oder Koffer. Wir brauchen den Platz für die ganz wichtigen Dinge. Und was ist nicht so wichtig? Ein Bügeleisen. Oder nehmen Sie eins mit?

Damit die Klamotten trotz Gestopfe im Koffer hinterher wieder schick und glatt aussehen – hier der Tipp:

Nehmen Sie doch einfach ein Glätteisen mit. Gut, das ist jetzt vielleicht eher ein Tipp für die Frauen – aber wir helfen ja gern aus. Obwohl das Glätteisen eigentlich für die Haare bestimmt ist, hat es zwei heiße Flächen, die Sie perfekt als Ersatz-Bügeleisen benutzen können. Hemdkragen richten, geht damit ganz einfach, aber auch Ärmel und Hosenbeine lassen sich damit in die richtige Form bringen.

Reinigen Sie dazu das Glätteisen, damit keine Spuren von Haarpflegemitteln auf dem Stoff landen. Der Trick funktioniert genauso gut mit einem Lockenstab. Achtung: Bleiben Sie mit dem Glätteisen nicht zu lange an einem Punkt der Kleidung, damit diese keinen Schaden nimmt.

Da die Stufen je nach Produkt unterschiedlich heiß sind, gilt ausprobieren. Hier noch mal die Bügelzeichen im Überblick:

  • Stufe 1 entspricht 80 bis 100 Grad
  • Stufe 2 130 bis 165 Grad
  • Stufe 3 160 bis 220 Grad

Bei welcher Stufe das Kleidungsstück gebügelt werden darf, steht auf den kleinen Zettelchen in der Klamotte.

#1 - Turnschuhe wieder weiß bekommen

Sie sehen schön aus, wenn sie neu sind. Aber kaum ein paar Tage getragen sehen weiße Turnschuhe meist schon ziemlich bescheiden aus. Zum Putzen müssen es keine teuren Mittelchen sein. Geht ganz einfach. Mit einer Schüssel Wasser, Spülmittel und Zahnpasta. Am besten eignet sich zum Schrubben eine Zahnbürste. Damit geht’s auch in kleinere Ecken. Erster Schritt: Schnürsenkel rausnehmen. Die dann gern in einer Schüssel mit Spüli und handelsüblichen Backpulver einige Stunden einweichen. Die Zahnbüste in Wasser einweichen und mit Spülmittel so lange die Schuhe schruppen, bis Schaum entsteht. Den dann mit einem Küchentuch abnehmen. Danach zwei Mal das gleiche Spiel mit der Zahnpasta wiederholen. Die Sohle nicht vergessen. Klappt bei Stoffschuhen, aber auch bei Kunstleder. Letzteres bräuchte danach noch Schuhpflege. Die Schnürsenkel durchspülen, trocknen lassen und wieder einfädeln.

Et voilà, schon sollten die Schuhe wieder blitzeblank sein.

Im Überblick:

  • Wasser
  • Spülmittel
  • Backpulver
  • Zahnpasta
  • Zahnbürste
  • Küchentuch und evtl. Schuhpflege