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Auf Wohnungssuche in Chemnitz

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Chemnitz ist die drittgrößte Stadt Sachsens und zählt nach Leipzig und Dresden zu den beliebtesten Gegenden des Bundeslandes – und das trotz rückgängiger Einwohnerzahlen: Aktuell leben rund 246.669 (Stand 31.01.2020) Menschen in Chemnitz und damit über 1.000 weniger als im Vorjahr. Chemnitz kann – wie Sachsen im Allgemeinen – in einigen Lebensbereichen punkten, was die Sachsener zu einem zufriedenen Volk macht. Einer dieser positiven Aspekte sind die niedrigen Mietpreise, die das Wohnen erschwinglich machen.

Mietpreise in Sachsen und Chemnitz

In den vergangenen Jahren sind die Mietpreise in Deutschland merklich angezogen. Doch in den neuen Bundesländern, darunter auch Sachsen, sind die Mieten trotzdem weiter auf einem erschwinglichen Level.

Folgender Vergleich macht das deutlich: In Sachsen zahlt man 2020 eine Miete von 6,89 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich dazu steht der gesamtdeutsche Mietspiegel. denn deutschlandweit liegt der Durchschnittswert für die Wohnungsmiete bei 8,85 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Noch stärker wird der Kontrast, wenn man sich die Quadratmeterpreise in Chemnitz anschaut: Der Mietspiegel für Wohnungen in Chemnitz liegt laut wohnungsboerse.net aktuell bei 5,37 Euro pro Quadratmeter. Die Miete fällt hier also verhältnismäßig günstig aus. Generell gehört Chemnitz in Bezug auf die Wohnungsmieten zu den günstigsten Städten Deutschlands.

Eine gute Vorauswahl treffen

Nicht ganz unerheblich bei der Suche nach einer neuen Wohnung ist die Frage, wie hoch die monatliche Miete ausfällt. Wie hoch ist der Maximalbetrag, den man für die Miete erübrigen kann? Die aktuellen Quadratmeterpreise sind nur einer von vielen Faktoren, aus denen sich die Miete einer Wohnung zusammensetzt.

Aus diesem Grund ist es wichtig, bereits vor der Wohnungssuche eine gewisse Vorauswahl zu treffen und zu entscheiden, welche Kriterien in die Suche einfließen sollen. Ein wesentlicher Faktor, der den Mietpreis mitbestimmt, ist die Lage. Je nachdem, ob sich die Wohnung zentral oder in einem Randgebiet befindet, fällt die Miete höher oder niedriger aus.

Zusätzlich sollte man vor Beginn der eigentlichen Suche möglichst klar definieren, wie die persönlichen Anforderungen aussehen beziehungsweise welche Kriterien die Wohnung in Bezug auf die Ausstattung erfüllen muss und welche wünschenswert wären. Wie viele Zimmer werden benötigt? Soll die Wohnung eine Einbauküche haben? Ist ein Gästebad ein Muss? Möchte man einen Balkon oder eine Terrasse?

Dazu kommen noch viele weitere Faktoren, die den Mietpreis im Einzelnen ausmachen: Eine frisch renovierte Wohnung ist höher im Mietpreis als eine Wohnung, die schon etwas in die Jahre gekommen ist. Ein Stellplatz für das Auto wird oftmals mit einem Zuschlag zur Kaltmiete bezahlt. Ebenso kann eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr den Mietpreis nach oben drücken.

Das ist vor dem Umzug zu tun

Ein Umzug in eine neue Bleibe ist immer eine anstrengende Angelegenheit. Schon im Voraus gibt es viele Dinge zu erledigen, selbst wenn der eigentliche Umzug erst Wochen später stattfindet. Zunächst ist es wichtig, die Kündigung des alten Mietvertrags zu verfassen und sie fristgerecht einzureichen. Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Unter Umständen fallen noch kleine Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung an.

Was sonst noch zu erledigen ist:

•    neue Möbel bestellen
•    klären, wie der Transport am Umzugstag erfolgen soll
•    Umzugshelfer organisieren
•    Nachsendeantrag stellen
•    Abos für Zeitungen und Zeitschriften ummelden

Auch um den Transport der Kisten sollte man sich frühzeitig Gedanken machen. Möglicherweise ist es sinnvoll, einen Transporter zu mieten, alternativ müssen mehrere PKWs organisiert werden. Je nachdem, wie die Platzverhältnisse vor Ort sind, ist es für einen unkomplizierten Ablauf des Umzugs einfacher, beim Straßenverkehrsamt eine Genehmigung zur Straßensperrung zu beantragen.

Den Umzug meistern

Der Umzugstag selbst lässt sich mit der richtigen Vorbereitung weitestgehend stressfrei gestalten. Eine große Rolle spielt dabei die Frage, wie die Habseligkeiten verpackt werden. Auf richtige Umzugskartons statt anderer Großverpackungen zurückzugreifen, kann eine Menge Ärger und Stress ersparen: Diese Kartons sind besonders stabil und halten großen Belastungen stand – ideal für den Transport von schweren Gegenständen oder solchen, die den Umzug unbeschadet überstehen sollen. Ein normaler Karton ist empfindlicher gegen Stöße und kann bei zu hoher Belastung reißen.

Dennoch sollten Kartons nie zu schwer bepackt werden, um den Transport nicht unnötig zu erschweren. Sinnvoll ist es, höchstens die Hälfte des maximalen Transportgewichts auszuschöpfen und den Rest mit Textilien oder anderen leichten Gegenständen aufzufüllen. Polstermaterialien wie Luftpolsterfolie, Packpapier, aber auch Handtücher oder Kleidungsstücke sorgen dafür, dass zerbrechliche Gegenstände den Umzug unbeschadet überstehen.


Das ist nach dem Umzug zu tun

Nach dem Umzug ist es mit der Arbeit leider noch nicht ganz vorbei. Es gibt immer noch ein paar Dinge zu erledigen, auch abseits vom Kistenauspacken. Innerhalb einer Woche nach dem Umzug muss die Ummeldung erfolgen – ansonsten droht eine Strafe. Wichtig: Nicht nur die Personen müssen umgemeldet werden, sondern auch die Autos.

Die neue Adresse sollte nach und nach Familie und Freunden, aber auch sämtlichen Behörden, Banken und Versicherungen mitgeteilt und überall dort geändert werden, wo die Adresse hinterlegt ist. Wichtige Dokumente wie Ausweis und Fahrzeugpapiere müssen umgeändert und mit der neuen Adresse versehen werden.

Die Verträge für Internet und Telefon müssen rechtzeitig gekündigt oder umgeändert werden. Gleiches gilt für die Versicherungen: Gegebenenfalls müssen laufende Verträge an die neue Wohnsituation angepasst werden.

Dann ist eine Mietminderung möglich

Liegen bestimmte Mietmängel vor, ist eine Kürzung der Mietzahlungen gerechtfertigt. Grundsätzlich liegt ein Mietmangel immer dann vor, wenn ein Mieter seine Wohnung nicht nutzen kann, wie er es dem Mietvertrag nach erwarten darf. Wichtig: Der Mangel darf nicht durch den Mieter verschuldet sein.

Das bedeutet konkret: Funktionieren technische Anlagen wie Heizung, Fahrstuhl oder Durchlauferhitzer nicht, liegt ein Mangel vor. Auch ein Baugerüst vor dem Fenster kann einen Mietmangel darstellen. Ebenso Lärmbelästigung, etwa durch Nachbarn oder Baustellen, sowie Schimmel in der Wohnung.